Kosten, geopolitische Krisen und wirtschaftlicher Druck dominieren derzeit viele Debatten in der Reisebranche. Ist Nachhaltigkeit dadurch zum Nebenthema geworden? Hochschulprofessor Harald Zeiss sieht genau hin. Im Reise vor9 Podcast erläutert er, wie Unternehmen mit dem Thema umgehen und warum Hitze, Trockenheit, Waldbrände oder Hochwasser längst auch betriebswirtschaftliche Folgen für die Touristik haben.
Ein Schwerpunkt ist die neue europäische Regulierung gegen Greenwashing. Was dürfen Veranstalter, Hotels und Reisebüros künftig noch als nachhaltig oder klimafreundlich bezeichnen? Und wie gut ist die Branche darauf vorbereitet? Zeiss berichtet von den Vorbereitungen in Unternehmen und erklärt, warum die Regeln auch die Vielzahl an Nachhaltigkeitssiegeln verändern könnten.
Vom Wunsch zur tatsächlichen Buchung
Warum geben viele Reisende an, nachhaltig reisen zu wollen, entscheiden bei der Buchung aber häufig nach anderen Kriterien? Im Podcast thematisieren wir die bekannte Lücke zwischen Einstellung und Verhalten und die Frage, wie Nachhaltigkeit für Kunden konkreter und verständlicher werden kann.
Auch die Anpassung an den Klimawandel spielt eine zentrale Rolle. Was bedeuten unberechenbarere Wetterlagen für Flusskreuzfahrten, Wintersport und klassische Urlaubsdestinationen? Und wie können Unternehmen auf kurzfristigere Buchungen, Ausfälle und schwankende Nachfrage reagieren?
Zum Abschluss geht es um Overtourism und die Frage, wer die Verantwortung für überfüllte Destinationen trägt und welche Lösungsansätze es gibt. Außerdem diskutieren wir, ob "regenerativer Tourismus", der Reiseziele besser hinterlassen soll als zuvor, mehr ist als eine akademische Idee für die Zukunft.
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Christian Schmicke
