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29. Juni 2020 | 07:00 Uhr
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Quereinsteiger Dirks scheidet aus Lufthansa-Vorstand aus

Vor drei Jahren wechselte Thorsten Dirks (Foto) von O2 zur Lufthansa und sollte aus Eurowings einen Billigflieger a la Ryanair und Easyjet formen. Das hat nicht geklappt. Im Dezember gab Dirks die Leitung von Eurowings ab und wurde zunächst Digitalvorstand. Nun verlässt Dirks Lufthansa, angeblich sei er nicht bereit gewesen, auf Boni zu verzichten.

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„Den erfolgreichen Abschluss der staatlichen Stabilisierungsmaßnahme nimmt Thorsten Dirks zum Anlass, sich aus dem Vorstand der Gesellschaft zurückzuziehen“, heißt es in einer knappen Pressemitteilung von Lufthansa. Das Handelsblatt will aus Lufthansa-Kreisen erfahren haben, dass Dirks nicht auf Boni-Zahlungen verzichten wollte, wie es das Rettungspaket des Bundes verschreibt. Deshalb sei der Vertrag aufgelöst worden, so die Zeitung.

Dirks wurde vor drei Jahren von Telefonica geholt, wo er Deutschland-Chef von O2 war. Er sollte als Quereinsteiger, unbelastet von einer Lufthansa-Vergangenheit, Eurowings zu einem der drei großen Low-Cost-Carrier Europas machen. Seine Strategie, Eurowings in ein Digitalunternehmen mit angeschlossenen Flugbetrieben zu entwickeln, ging allerdings nicht auf. Das lag auch daran, dass Eurowings nie wirklich unabhängig von Lufthansa agieren konnte.

Kurz nach Dirks Amtsantritt flog Mitbewerber Airberlin in die Pleite und Eurowings übernahm einen Großteil der Flotte und Mitarbeiter. Die Integration und der Ausbau des Flugplans lief allerdings alles andere als glatt ab. Flugausfälle und ein Verspätungschaos von einem bislang unbekannten Ausmaß waren die Folge. Ende vergangenen Jahres zog Lufthansa Dirks von Eurowings ab und schickte den bewährten Krisenmanager Jens Bischof nach Köln.

Für Dirks wurde im Lufthansa-Konzern das Ressort „IT, Digital & Innovation“ geschaffen. Kurze Zeit später zog sich Finanzvorstand Ulrik Svensson aus gesundheitlichen Gründen zurück und Dirks erhielt zusätzlich die Verantwortung für Teile des Finanzwesens. Nach seinem Ausscheiden wird beides übergangsweise von Vorstandschef Carsten Spohr geleitet.

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