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27. Oktober 2021 | 13:20 Uhr
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Reisebranche verliert in der Pandemie 24 Milliarden Euro

In den Coronajahren 2020 und 2021 lagen die Umsätze von Veranstaltern und Reisebüros in Deutschland um jeweils zwölf Milliarden Euro unter den Werten des Jahres 2019, ergab eine Auswertung der Marktforscher von TDA für den Deutschen Reiseverband. Für das neue Geschäftsjahr zeigt sich der DRV vorsichtig optimistisch.

Geld Corona Foto iStock K_E_N

Die Tourismusbranche hat in der Pandemie viel Geld verloren

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Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr veranstaltet die österreichische Tageszeitung Die Presse vom 4. bis 6. November die zweiten Ausgabe ihrer Lifestyle-Messe "SCHAU" in Wien. Wie bei der Premiere bildet das Thema hochwertige Reisen wieder einen Schwerpunkt. Reise vor9

Nach wie vor prägten hohe Umsatzverluste das Geschäft von Reisebüros, Reiseveranstaltern und anderen Unternehmen in der Touristik, erklärte DRV-Präsident Norbert Fiebig im Vorfeld der Jahrestagung des Verbandes am Mittwoch. Das zu Ende gehende Touristikjahr 2020/21 weise trotz eines erfreulichen Anstiegs der Nachfrage im Sommer per Ende September gegenüber dem Jahr 2019 ein Minus von 69 Prozent auf, sagt Fiebig.

Dass es vor diesem Hintergrund bislang nicht zu einer großen Pleitewelle unter touristischen Unternehmen gekommen sei, verdanke die Branche staatlicher Unterstützung durch Überbrückungshilfen und Kurzarbeitergeld. Bei einer Umfrage hätten knapp zwei Drittel der Befragten angegeben, dass sie im Laufe der Pandemie keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen mussten, berichtet der Verbandschef. Allerdings sage mehr als die Hälfte, dass sich zahlreiche Mitarbeitende entschieden hätten, die jeweiligen Unternehmen oder die Branche ganz zu verlassen.

Vollständige Erholung erst 2023 oder 2024

Immerhin: Für das neue Geschäftsjahr stehen die Zeichen auf Erholung. Allerdings gehen laut DRV 60 Prozent der Unternehmen davon aus, dass sie das Vorkrisenniveau erst 2023 wieder erreichen. Ein weiteres Drittel der Befragten erwarte dies erst für 2024. Für die bevorstehende Wintersaison seien vor allem Reisen auf die Kanaren gefragt. Die Inseln westlich von Afrika vereinten rund ein Drittel des gesamten Umsatzes bei den pauschal oder in Bausteinen organisierten Veranstalterreisen auf sich. Die Malediven und die Dominikanische Republik hätten das Vor-Corona-Niveau schon fast erreicht, berichtet Fiebig. Ägypten sei trotz der Einstufung als Hochrisikogebiet schon gut gebucht, allerdings von alter Größe gemessen am Umsatzvolumen noch weit entfernt. Das Volumen liege um 53 Prozent unter dem des Winters 19/20.

Andere klassische Winterreiseziele wie Thailand, die USA, Mauritius, Kuba, die Seychellen oder in Afrika Kenia, Tansania und Südafrika wiesen verglichen mit ihren Vor-Corona-Niveaus kumuliert ebenfalls noch hohe Rückstände auf. Da weiterhin sehr kurzfristig gebucht werde, zeige die anstehende Wintersaison zum Buchungsstand Ende September insgesamt noch einen hohen Rückstand von minus 50 Prozent im Vergleich zum Winter 2019/20.

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