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3. März 2021 | 13:58 Uhr
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Reisebüros fehlen im Sommergeschäft drei Milliarden Euro

Im Januar 2021 wurden nach Zahlen der Marktforscher von Travel Data + Analytics (TDA) Reisen für knapp 300 Millionen Euro von Reisebüros und auf Online-Reiseportalen eingebucht, im Januar 2020 waren es noch fast 2,4 Milliarden. Die Branche registriere aber immerhin einen „merklichen Anstieg“ der Buchungen in der zweiten Februarwoche und hoffe auf einen Nachholeffekt.

Buchhaltung

Zum Sommer fehlt in den Kassen der Reisebüros viel Geld

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Laut TDA weist die kommende Sommersaison im deutschen Reisevertrieb kumuliert bis Ende Januar ein Umsatzminus von 75 Prozent auf. Ein erster deutlicher Buchungsanstieg zeige sich erst Mitte Februar. Das Buchungsvolumen bei pauschal oder in Bausteinen organisierten Urlaubsreisen liege seit Wochen auf einem Niveau von höchstens einem Fünftel des üblichen Aufkommens, so TDA weiter. Mit der Hoffnung auf baldige Lockerungen und zunehmenden Impfquoten sei das Buchungsaufkommen Mitte Februar immerhin auf 26 Prozent des Vorjahresvolumens gewachsen.

Bis Ende Januar 2021 fehlten im Reisevertrieb gemessen am Vorjahr kumuliert mehr als drei Milliarden Euro Urlaubsreiseumsatz für die Sommersaison 2021, so die TDA-Analyse. "Die bis dato bei den Vorausbuchungen aufgelaufenen Umsatzverluste in Höhe von 75 Prozent werden kurzfristige Reisebuchungen kaum auffangen können. Wir sehen aber, dass positive Signale einen unmittelbaren Einfluss auf das Buchungsverhalten haben. Der Wunsch, endlich wieder verreisen zu können, ist groß. Insofern gehen wir davon aus, dass die Reisebuchungen sichtlich anziehen werden, sobald wieder mehr Urlaubsreisen möglich sind", erklärt Alexandra Weigand, Director Sales & Consulting bei dem Marktforschungsunternehmen.

Griechenland unter Destinationen vorn, langfristige Nachfrage zieht an

Unter den Destinationen schneidet mit einem Anteil von 23,6 Prozent der Buchungsumsätze Griechenland noch am besten ab, Spanien kommt auf 21,2 Prozent. Dahinter folgen die Umsatzvolumina mit Buchungen für die Türkei und Ägypten.

Im Januar entfielen laut TDA jeweils gut ein Viertel des Buchungsumsatzes im stationären und Online-Reisevertrieb auf die Ferienzeit im Juli und August sowie die Herbstmonate September und Oktober. Ein weiteres Viertel in den ersten Februarwochen wurde den langfristigen Buchungen für Reisen ab November 2021 zugeordnet; dieser Wert stieg seit Januar um sieben Prozentpunkte. Davon profitierten frühbucherstarke Reisesegmente wie die Kreuzfahrten und Fernreisen, so Weigand. Im Vergleich zum Vormonat Dezember seien sowohl Kreuzfahrt- als auch Fernreisebuchungen markant angestiegen.

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