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28. Mai 2019 | 07:00 Uhr
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Reisebüros stärken Thomas Cook den Rücken

Trotz der wirtschaftlichen Nöte des Konzerns vertraut ein Großteil der Reisebüros darauf, dass Thomas Cook der Befreiungsschlag gelingt. Das zeigt eine Umfrage für Counter vor9, an der mehr als 400 Reisebüros teilnahmen. Einige Agenturen sind allerdings bei der Buchung von Einzelleistungen zurückhaltend oder steuern gar von den Konzernmarken weg.

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Mehr als 50 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage für Counter vor9 erklärten, dass sie weiter auf Thomas Cook und das Management des Unternhemens vertrauen. "Vertrauen gehört gerade auch in Krisen dazu, durch mehr Buchungen und Umsatz können wir unseren Lieferanten auch unterstützen", kommentiert ein Reisebüroinhaber. "Es liegt jetzt auch an uns, diesen großartigen Veranstalter weiter zu unterstützen und in so schweren Zeiten nicht fallen zu lassen", meint ein anderer. "Wenn jetzt niemand mehr bucht, aus Angst, dann wird es eine sich selbst erfüllende Prophezeiung“, mahnt ein weiterer Reiseprofi.

Viele Reisebüros sind treu, aber verunsichert

Doch es herrscht auch Verunsicherung. So sagen etwa 25 Prozent der Umfrageteilnehmer, sie seien mit der Buchung von Einzelleistungen zurückhaltend. "Wir buchen sehr gerne Reisen über Thomas Cook, weil die Abwicklung sehr gut läuft. Außerdem war Thomas Cook lange Jahre unsere Hausmarke, es gab auch nie größere Probleme. Trotzdem sind wir verunsichert, weil man nie weiß, wie es hinter den Kulissen wirklich aussieht", spricht ein Reiseverkäufer vielen aus der Seele.

Etwa jedes fünf Reisebüro steuert seine Verkäufe von den Thomas-Cook-Marken weg. "Der Konzern hat mittelfristig keine Zukunft", ist ein Büro überzeugt, entweder müsse der Konzern zerschlagen werden "oder die Chinesen übernehmen ihn". Ein anderer Reiseverkäufer meint: "Wir haben vorher schon versucht, von TOC wegzusteuern, weil die so wenig Provision zahlen.“

Kunden von Cook-Verlusten bislang unbeeindruckt

Der Kundschaft bereiten die Finanzprobleme des Veranstalters bislang keine großen Sorgen. So geben 50 Prozent der befragten Reiseprofis an, es gebe gar keine Reaktionen, die auf verunsicherte Reisegäste schließen ließen. Etwa 38 Prozent berichten von vereinzeltem Interesse, teilweise auch zum beabsichtigten Verkauf der Condor. Nur sechs Prozent der Reisebüros berichten von "zahlreichen Anfragen" von Kunden zur Thomas-Cook-Misere.

Unter den Teilnehmern an der Umfrage ist übrigens ein hoher Anteil, für den der Verkauf von Thomas-Cook-Produkten ein entscheidender Faktor ist. Mehr als 70 Prozent erklärten, Thomas Cook sei für ihr Portfolio wichtig oder sehr wichtig. Etwa die Hälfte der Antworten stammen von Reisebüroinhabern und ein weiteres Viertel von Büroleitern.

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