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3. Juli 2021 | 10:06 Uhr
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Reisende würden für "Pay-When-You-Fly“-Option mehr zahlen

Zwei Drittel der Befragten aus Deutschland wären bereit, für die spätere Bezahlung von Flugtickets etwas mehr auszugeben. Das geht aus einer aktuellen Studie des IT-Dienstleisters Amadeus hervor. Eine Anzahlung bei Buchung und die Restzahlung kurz vor Abflug wären am meisten gewünscht.

flughafen passagiere symbol foto iStock 06photo

Die Coronakrise hat Reisende im Hinblick auf die Zahlung von Flugtickets verunsichert

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Die Umfrage war im Mai 2021 vom Meinungsforschungsinstitut Opinium im Auftrag des IT-Spezialisten durchgeführt worden. Befragt wurden jeweils 1.000 Reisende aus Frankreich, Deutschland, Malaysia, Großbritannien und den USA.

Eine überwältigende Mehrheit von 81 Prozent der Befragten erklärte, dass das erhöhte Risiko für Stornierungen eine Hürde für die Buchung von Reisen in diesem Jahr darstelle; unter den Befragten aus Deutschland äußerten sich drei Viertel in diesem Sinne. Unter den Ärgernissen wurden die Unsicherheit bei Rückerstattungen (46%) und der problematische Rückerstattungsprozess (38%) bei Flugstornierungen von den Umfrageteilnehmern am häufigsten genannt. In der gesamten Airline-Industrie wird bislang bei reinen Flugbuchungen von der Kundschaft Vorkasse gleich bei der Buchung verlangt.

Anzahlung plus spätere Restzahlung als attraktivste Option

Laut der Amadeus-Umfrage wäre "Pay When You Fly", also die Anzahlung eines geringen Betrages und die Zahlung des Restbetrages kurz vor Antritt der Reise, aus Kundensicht die attraktivste Zahlungsoption vor der traditionellen Zahlung bei der Buchung und einem kreditbasierten Modell, bei dem die Reisenden einen Kreditvertrag für den gesamten Restbetrag abschließen müssten.

"Pay When You Fly" schaffe nicht nur Vertrauen durch die Überwindung von Rückerstattungsunsicherheiten, sondern könnte auch die Einnahmen der Branche steigern, folgern die Autoren der Studie. So seien 67 Prozent der deutschen Befragten überzeugt, dass diese Zahlungsmöglichkeit sie dazu veranlassen würde, mehr Geld für ihre Reisen auszugeben. Unter den Befragten aller ausgewerteten Nationen wären dazu lediglich 36 Prozent bereit.

"Branche muss Vertrauen aufbauen"

"Wir treten in eine kritische Phase der Erholung der Reiseindustrie ein, und unsere Branche muss bei jeder sich bietenden Möglichkeit Vertrauen aufbauen. Wir sind überzeugt, dass 'Pay When You Fly' das Vertrauen der Reisenden stärken und die Reiseplanung und -buchung auch in einem unsicheren Umfeld mit wechselnden staatlichen Restriktionen fördern wird. Der neue Ansatz kann auch zu höherwertigen Buchungen führen, da die Reisenden die Restzahlung erst dann leisten müssen, wenn sicher ist, dass der Flug wie geplant stattfindet", sagt Nicolas Ortiz, Head of Payment Product Incubation bei Amadeus.

Mehrere Fluggesellschaften unternehmen bereits Schritte in diese Richtung. So bietet etwa British Airways eine "Pay When You Fly"-Option an; allerdings nur in Verbindung mit einer Flugbuchung und einer zusätzlichen Hotel- oder eine Mietwagen-Reservierung. Dabei handelt es sich also um Pauschalreisen. Auch Lufthansa hat eine "Pay-As-You-Fly"-Variante aufgelegt, die jedoch Firmenkunden vorbehalten bleibt.

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