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20. November 2020 | 12:35 Uhr
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Rewe-Chef findet Staatshilfen für TUI und FTI unfair

Die staatliche Unterstützung der Konkurrenz sei für die eigene Tochter DER Touristik "grob unfair", sagt Rewe-Chef Lionel Souque (Foto). Man könne sich darüber wundern, "dass der Staat mit TUI und FTI zwei Unternehmen unterstützt, die streng genommen keine deutschen Firmen sind".

Souque Lionel

Lionel Souque kritisiert Staatskredite an TUI und FTI

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So sei TUI an der Londoner Börse zu Hause und habe einen russischen Milliardär als Ankeraktionär, legte der Rewe-Chef in einem Interview mit dem "Manager Magazin" nach. FTI gehöre inzwischen mehrheitlich einem ägyptischen Geschäftsmann. Hinter der DER Touristik hingegen stünden "1.800 mittelständische Unternehmer aus Deutschland", erklärte Souque.

Er sei zwar "sehr dafür", so Souque, dass der Staat dabei helfe, "so viele Arbeitsplätze wie möglich zu sichern". Er hoffe aber sehr, "dass unsere Konkurrenten die erhaltenen Hilfen nach der Krise komplett zurückzahlen und der Staat nicht ein Auge zudrückt", so Souque weiter.

Einzelhandel sichert Touristik ab

Anders als TUI und FTI hatte die Rewe-Tochter DER Touristik im Zuge der Corona-Krise keine Kredite bei der staatlichen Kreditanstalt KfW beantragt. Das musste sie wohl vor allem deshalb nicht, weil die florierende Sparte des Lebensmitteleinzelhandels der Rewe Group insgesamt trotz der Verluste in der Touristik eine solide finanzielle Basis sichert.

Für DER Touristik und andere touristische Unternehmen, die sich nicht mit Hilfe staatlicher Geldspritzen über Wasser halten müssen, dürfte dies nach der Corona-Krise indes ein deutlicher Wettbewerbsvorteil gegenüber TUI und FTI sein. Denn die Rückzahlung der Kredite plus üppiger Zinsen wird die Bilanzen beider Konzerne auf absehbare Zeit deutlich belasten.

Christian Schmicke 

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