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7. Januar 2026 | 11:54 Uhr
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Schlichtungsstelle verzeichnet weniger Beschwerden

Rund 42.000 Beschwerden von Reisenden sind 2025 bei der Schlichtungsstelle Reise & Verkehr eingegangen; rund 5.600 weniger als im Rekordjahr 2024. Hauptverursacher blieben Flugreisen, gefolgt von der Bahn. Die Schlichtungsstelle führt den Rückgang vor allem auf weniger Streiks, Extremwetter und IT-Ausfälle zurück.

Schlichtung

Die Zahl der Beschwerden bei der Schlichtungsstelle ist 2025 gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen

Fast 83 Prozent der Anträge, rund 35.000 Fälle, entfielen auf Flugreisen. Im Vergleich zu 2024 mit rund 38.000 Flug-Fällen ist das gleichwohl ein deutlicher Rückgang. Hauptauslöser waren wie in den Vorjahren annullierte Flüge, Flugzeitenänderungen und Verspätungen.

Weniger Sonderfaktoren als 2024

Als wesentlichen Grund für den Rückgang nennt die Schlichtungsstelle das Ausbleiben außergewöhnlicher Belastungen. 2024 hatten zahlreiche Streiks, Extremwetterlagen, IT-Ausfälle sowie Personal- und Infrastrukturprobleme zu einem Rekord an Beschwerden geführt. 2025 sei deutlich ruhiger verlaufen.

Zudem hätten viele Unternehmen pandemiebedingte Nachwirkungen aus den Jahren 2023 und 2024 überwunden und ihre Abläufe verbessert. Dadurch sei es zu weniger Störungen in Reiseverläufen gekommen, die einen Schlichtungsantrag nach sich zogen.

Bahn bleibt zweitgrößtes Segment

Knapp 15 Prozent der Beschwerden bezogen sich 2025 auf Bahnreisen. Zugausfälle und Verspätungen waren hier die häufigsten Streitpunkte. Die anhaltenden Qualitätsprobleme im Schienenverkehr spiegeln sich damit offenbar weiterhin im Beschwerdeaufkommen wider.

Im Bereich Reiseveranstalter blieb die Zahl der Verfahren mit 1,3 Prozent aller Fälle zwar gering, nahm aber nach Angaben der Schlichtungsstelle deutlich zu. Hintergrund für den geringen Anteil sei, dass Reiseveranstalter, anders als Airlines und die Bahn, bislang nicht gesetzlich zur Teilnahme an der Schlichtung verpflichtet sind und viele sich nicht freiwillig beteiligen, so die Schlichter.

Hohe Einigungsquote und vorsichtiger Ausblick

In den meisten Verfahren konnte die Schlichtungsstelle nach eigenen Angaben auch 2025 eine gütliche Einigung erzielen. Die Einigungsquote lag bei rund 88 Prozent und damit erneut auf hohem Niveau.

Für 2026 rechnet die Schlichtungsstelle mit einem ähnlich hohen Beschwerdeaufkommen wie im vergangenen Jahr, sofern es nicht wieder zu zahlreichen außergewöhnlichen Ereignissen kommt. Unsicherheitsfaktor bleiben mögliche Arbeitskämpfe, insbesondere im Bahnverkehr, sobald bestehende Friedenspflichten auslaufen.

Christian Schmicke

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