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10. April 2026 | 21:56 Uhr
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Tarifvertrag für Lufthansa City Airlines geschlossen

Nach dem Streik des Kabinenpersonals am Freitag gibt es nun zumindest bei der Lufthansa-Tochter City Airlines eine Einigung: Die Gewerkschaft Verdi und die Airline haben sich auf ein umfassendes Tarifpaket für das fliegende Personal verständigt. Unterdessen droht die Gewerkschaft Ufo mit weiteren Protestaktionen.

Lufthansa City Airlines

Hebt mit neuem Tarifvertrag ab: Lufthansa City Airlines

Laut Lufthansa umfasst die Vereinbarung sowohl einen Vergütungstarifvertrag als auch einen Manteltarifvertrag, der die Einsatzbedingungen für die Crews regelt. Die Verträge sollen rückwirkend zum 1. April 2026 in Kraft treten und eine Laufzeit von mindestens drei Jahren haben. Der Abschluss steht laut Unternehmensangaben noch unter Gremienvorbehalt.

Die Belegschaft der City Airlines hatte sich zuvor mehrheitlich für Verdi als Tarifpartner ausgesprochen. Ein zentrales Element der Einigung ist laut Lufthansa City Airlines, dass für Cockpit- und Kabinenpersonal erstmals einheitliche Einsatzbedingungen gelten sollen. Das Unternehmen verspricht sich davon eine höhere operationelle Stabilität. Neben den Einsatzregelungen wurden auch Bestimmungen zur betrieblichen Altersvorsorge sowie zu einer ergebnisvariablen Vergütung tarifvertraglich festgeschrieben.

City Airlines ist auf Kurzstreckenverbindungen spezialisiert

Die Airline sieht in der Einigung eine Grundlage, um im hart umkämpften europäischen Kurzstreckenmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. City Airlines bedient von den Lufthansa-Drehkreuzen in München und Frankfurt am Main aus Kurzstreckenverbindungen und soll die Kostenstruktur der Lufthansa-Gruppe auf diesen Strecken verbessern.

Gleichzeitig bleibt die Lage bei der Kernmarke Lufthansa angespannt. Wie das Fachportal Airliners berichtet, hat die Flugbegleitergewerkschaft Ufo für den kommenden Mittwoch eine Kundgebung am Frankfurter Flughafen angemeldet. Der Zeitpunkt ist offenbar bewusst gewählt: An diesem Tag wird Bundeskanzler Friedrich Merz die Lufthansa anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums besuchen. Ob es im Zuge der Protestaktion auch zu einem erneuten Streik des Kabinenpersonals kommen könnte, lässt die Gewerkschaft bislang offen.

Pascal Brückmann

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