Die Gespräche zwischen dem Unternehmen, einer "Reihe von Interessengruppen", unter denen Großaktionär Fosun, die Gläubigerbanken und die wichtigsten Anleihegläubiger seien, würden fortgesetzt, teilt Thomas Cook mit. "Diese Diskussionen beinhalten neben den zuvor angekündigten 900 Millionen Pfund frischen Kapitals eine kürzlich gestellte Anfrage für eine saisonale Standby-Unterstützung von 200 Millionen Pfund", heißt es in dem Statement.
Die Rekapitalisierung werde voraussichtlich dazu führen, dass die Anteile der bisherigen Aktionäre "in erheblichem Maße verwässert" würden, was ein großes Risiko in sich berge, dass sich der Wert ihrer Anteile nicht erhole, stellte Thomas Cook klar. Der Kurs der Aktie gab daraufhin erneut um mehr als 20 Prozent nach und lag am späten Freitagvormittag nur noch bei 3,5 Pence.
Die Nachrichtenagentur "Reuters" will zu den Hintergründen für den Antrag auf eine zusätzliche Geldspritze von Insidern erfahren haben, dass Thomas Cook bei der Sanierung "auf Schwierigkeiten" gestoßen sei. Das Unternehmen sei "in letzter Minute mit der Forderung der Royal Bank of Scotland nach Bereitstellung abgesicherter Mittel konfrontiert worden", die über das bereits ausgehandelte Rettungspaket hinausgingen. Die Bank erklärte dazu gegenüber "Reuters", sie arbeite "weiter mit allen Beteiligten an der Rettung von Thomas Cook".
Der Konzern hat für den 27. und den 30. September abschließende Gespräche mit Gläubigern zur Genehmigung des Rettungsdeals unter Federführung von Banken und dem Großaktionär Fosun angesetzt.
