Tägliche News für die Travel Industry

18. Dezember 2017 | 12:40 Uhr
Teilen
Mailen

Touristiker sehen Erfolgschancen der "neuen“

55 Prozent der mehr als 600 Reisebürochefs und -mitarbeiter, die sich an einer exklusiven Umfrage für Gloobi.de beteiligten, glauben nicht, dass der insolvente Berliner Veranstalter JT Touristik unter seinem neuen Gesellschafter Lidl erfolgreich sein wird. Wie aus zahlreichen Kommentaren hervorgeht, halten viele Vertriebsprofis die Marke JT Touristik, die sich stark an der Gründerin und Inhaberin Jasmin Taylor orientierte, nach der Pleite Ende September für „verbrannt“. Immerhin 45 Prozent der Reiseverkäufer gehen hingegen davon aus, dass JT  Touristik mit dem finanzstarken Discounter Lidl im Rücken durchaus Chancen hat, den Veranstaltermarkt erneut aufzumischen. Allerdings vermuten viele, dass dieser Erfolg weniger über den Reisebürovertrieb als über die Produktion für die Reisesparte des Discounters zustande kommt.

Anzeige
Kanada Alberta Writing-on-Stone Provincial Park Foto Michael Matt

Mitmachen und ein Alberta-Paket gewinnen!

Vorfreude auf ein Traumziel: Die kanadische Provinz Alberta und Counter vor9 verlosen coole Souvenirs aus dem Land der Bären und Gletscher. Reiseprofis müssen nur eine Frage richtig beantworten und können eines von drei Alberta-Paketen gewinnen. Infos dazu gibt's gleich hier. Reise vor9

Ohnehin hält sich die Bereitschaft, mit einer JT Touristik unter Lidl-Führung zusammenzuarbeiten, in Grenzen. Knapp 70 Prozent der Reisebüros erklären, sie wollten nicht mit dem Veranstalter kooperieren; einige von ihnen führen als Grund dafür die ausgebliebenen Provisionszahlungen im Zuge der Insolvenz an. Andere sehen den Discounter Lidl, der mit seiner Aktionsware seit vielen Jahren im Reisegeschäft aktiv ist, als Konkurrenten, den sie nicht unterstützen wollen. Immerhin: Gut 30 Prozent könnten sich eine künftige Zusammenarbeit vorstellen –  sofern Lidl im Reisebürovertrieb faire Vergütungen zahlt und dieselben Preise garantiert wie im Eigenvertrieb. Manche Reisebüros würden eine künftige Zusammenarbeit auch davon abhängig machen, ob sie die ausstehenden Provisionszahlungen von JT Touristik doch noch erhalten.

Noch skeptischer als der vertrieb beurteilen die rund 150 Mitarbeiter von Reiseveranstaltern, die sich an der Umfrage beteiligten, die Perspektiven für den neuen, alten Konkurrenten. Rund 60 Prozent senkten in puncto Erfolgschancen den Daumen.  Insgesamt beteiligten sich rund 800  Touristiker an der Online-Umfrage.

 

Anzeige Reise vor9