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9. März 2021 | 07:00 Uhr
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TUI-Chef hält Osterurlaub auf Mallorca für wahrscheinlich

Marek Andryszak (Foto) rechnet damit, dass die Reisewarnung für Mallorca in den nächsten Tagen fällt. Der Chef von TUI Deutschland begründet seinen Optimismus mit niedrigen Inzidenzwerten auf der Ferieninsel. Der Veranstalter sei startklar für den Osterurlaub auf den Balearen.

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Marek Andryszak, Geschäftsführer von TUI Deutschland, rechnet damit, dass die Reisewarnung für Mallorca demnächst fällt

„Schnelltests, Impfungen und einheitliche Immunitätsnachweise geben uns schon bald die Reisefreiheit zurück“, sagt Marek Andryszak, Vorsitzender der Geschäftsführung von TUI Deutschland. Er erwartet nicht nur einen baldigen Neustart für Urlaubsreisen, sondern auch einen Nachholeffekt. „Die Kunden wollen weg“, so der TUI-Manager, „wir alle brauchen die Erholung und den Tapetenwechsel.“

Der europäische Impfpass sei ein Baustein auf dem Weg zurück zur Normalität. „Das ist super“, sagt Andryszak. Aber es werde noch dauern. In den nächsten sechs Monaten seien die Schnelltests im großen Stil wichtiger. Sie könnten Planungssicherheit bringen.

Anders als die mahnenden Worte aus der Politik, sieht Andryszak den Neustart schon in naher Zukunft und hält Osterurlaub am Mittelmeer für machbar. Der Robinson Club im Südosten Mallorca werde am 20. März öffnen und eine Woche später die Tuifly-Flüge von Düsseldorf Frankfurt und Hannover auf die Ferieninsel abheben.

Seinen Optimismus zieht Andryszak aus den sinkenden Inzidenzwerten auf den Balearen. Tatsächlich meldet die Mallorca Zeitung am Montag 25 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Auf Ibiza liegt der Wert bei 20, auf Menorca ist er nur einstellig. Andryszak glaubt, dass das Robert-Koch-Institut (RKI) wegen der niedrigen Zahlen die Reisewarnung demnächst aufheben werde. Dann stünde dem Osterurlaub nichts mehr im Wege.

Auf den jüngsten Bund-Länder-Beschluss angesprochen, sagt Andryszak: „Ich bin natürlich enttäuscht, dass wir da wenig bis gar nicht vorgekommen sind.“ Allerdings sei es wichtiger, was das RKI sage. Überhaupt halte er es für besser, wenn Entscheidungen weniger politisch getroffen würden, sondern mehr nach Daten und Fakten. Außerdem gehörten zum Tourismus immer zwei Seiten. Es sei genauso wichtig, welche Öffnungsstrategien die Zielgebiete verfolgen.

Generell erwartet Andryszak von der Politik klare Regeln, unter welchen Bedingungen Urlaubsreisen stattfinden können. „Wir möchten kooperieren“, sagt der TUI-Manager, und richtet das als ein Appell an die Regierung. Die Kunden sollten möglichst früh wissen, welche Voraussetzungen sie erfüllen müssten, um ihre Reise antreten zu können. Dass die bestehenden Hygienekonzepte funktionierten, zeigten die Daten des vergangenen Jahres, so der TUI-Manager. Auf 200.000 TUI-Kunden gerechnet habe es nur einen Corona-Fall gegeben.

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