TUI Cruises ändert Provisionsstaffeln für 2026 und 2027
Ab dem 1. September gelten für Mein Schiff und Hapag-Lloyd Cruises neue Provisionsregelungen. Mein Schiff legt die Vertriebskonditionen erstmals für zwei Abreisejahre fest und hebt die Provisionsstaffeln an, Hapag-Lloyd Cruises führt das bestehende Modell unverändert fort. Für das laufende Jahr kommt Mein Schiff den Vertriebspartnern entgegen.
Hapag Lloyd Cruises
Das Provisionsmodell bei Hapag-Lloyd wird unverändert fortgeführt
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Sandra Pfützenreuter, Head of Sales DACH bei Mein Schiff, und Lina Kruse, Head of Sales DACH bei Hapag-Lloyd Cruises, stellten die Vergütungssysteme für das kommende Geschäftsjahr vor. Bei Mein Schiff gelten die Konditionen erstmals über zwei Jahre und umfassen um zehn Prozent angehobene Umsatzstaffeln. Bei Hapag-Lloyd Cruises wird das bestehende System ins dritte Jahr verlängert. Zusätzlich passt TUI Cruises die Staffeln für das laufende Reisejahr 2026 nachträglich nach unten an – als Reaktion auf die Kapazitätsausfälle im Persischen Golf in diesem Frühjahr.
Mein Schiff: Umsatzstaffeln steigen um zehn Prozent, Einstieg bleibt niedrig
Die Grundstruktur des Provisionsmodells bei Mein Schiff bleibt unverändert. Im Pro-Tarif starten Reisebüros mit zehn Prozent Provision ab der ersten Buchung, bei Neukunden mit elf Prozent. Die erste Umsatzstufe greift weiterhin bei 50.000 Euro, um auch kleinen und neuen Vertriebspartnern einen schnellen Einstieg zu ermöglichen. Ab der zweiten Stufe steigen die Umsatzgrenzen zur Erreichung der nächsthöheren Provisionsstufe allerdings um jeweils zehn Prozent.
"Entsprechend dem Kapazitätswachstum durch die Mein Schiff Flow, die im kommenden Jahr rund zehn Prozent zusätzliche Kapazität in die Flotte bringt" argumentiert Pfützenreuter. Im Pur- und Plus-Tarif liegt die Vergütung wie gehabt um jeweils zwei Prozentpunkte unter dem Pro-Tarif. Der Neukundenbonus von einem Prozent wird laut Pfützenreuter weiterhin monatlich ausgezahlt. Die Gruppenkonditionen bleiben ebenfalls bestehen.
Indem man die Konditionen erstmals für zwei Jahre festlege, gebe man den Vertriebspartnern frühzeitige Planungssicherheit für 2027 und 2028. Das Modell gilt für Neubuchungen ab dem 1. September 2026 mit Abreise zwischen dem 1. Januar 2027 und dem 31. Dezember 2028.
Nachträgliche Anpassung der 2026er-Staffeln als partnerschaftliches Signal
Neben dem Ausblick auf die kommenden zwei Jahre brachte TUI Cruises auch eine Nachricht für das laufende Reisejahr mit. Die Provisionsstaffeln für 2026 werden nachträglich um fünf Prozent abgesenkt. Hintergrund sind die Kapazitätsausfälle im ersten Quartal, als gleich zwei Mein-Schiff-Kreuzfahrtschiffe im Persischen Golf festsaßen und nicht planmäßig eingesetzt werden konnten. Die Anpassung erfolgt pauschal über das gesamte Volumen, nicht selektiv für einzelne Routen oder Fahrtgebiete.
"Wenn Kapazitäten nicht gegeben sind, gehört es zur Partnerschaft dazu, dass wir es dann auch entsprechend anpassen", sagt Clas Eckholt, Vice President Commercial bei TUI Cruises. Die Agenturen werden zum Jahresende auf Basis der neuen, niedrigeren Schwellenwerte verprovisioniert. Vor Beginn des Geschäftsjahres hatte TUI Cruises die Staffeln um 15 Prozent angehoben.
Hapag-Lloyd Cruises: Modell geht unverändert ins dritte Jahr
Bei Hapag-Lloyd stehen indes die Zeichen auf Kontinuität. Lina Kruse bestätigte, dass das Provisionsmodell von Hapag-Lloyd Cruises ohne jede Änderung ins dritte Reisejahr in Folge geht. Das System funktioniere über die gesamte Vertriebslandschaft hinweg, "von der ersten Buchung kleiner Agenturen bis zu umsatzstarken Partnern", so Kruse. Bereits ab der ersten Buchung erhalten Reisebüros acht Prozent Basisprovision. Hinzu kommen vier Prozent Neukundenprovision, sodass der Einstieg bei zwölf Prozent liegt. In der Spitze seien bis zu 15 Prozent möglich.
Die sechs Staffeln im Überblick:
- ab der ersten Buchung: 8,0 %
- ab 20.000 Euro: 9,0 %
- ab 35.000 Euro: 10,0 %
- ab 100.000 Euro: 10,2 %
- ab 170.000 Euro: 10,5 %
- ab 240.000 Euro: 11,0 %
Das Modell gilt für Neubuchungen ab dem 1. September 2026 mit Abreise zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2027.
Pascal Brückmann