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20. Mai 2020 | 07:00 Uhr
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TUI denkt über Trennung von Verlustbringern nach

Der Konzern erwägt, unprofitable Geschäftsfelder abzustoßen, wie ein Sprecher bestätigte. Zunächst wolle TUI aber versuchen, die betreffenden Unternehmenssparten wieder in die Gewinnzone zu führen. Welche Bereiche genau von der Trennung betroffen wären, stehe noch nicht fest.

TUI Hauptverwaltung

TUI will sich möglicherweise von nicht rentablen Sparten trennen

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Der Unternehmenssprecher bestätigte damit einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", der sich auf ein Schreiben von CEO Fritz Joussen an die Belegschaft stützt. In den vergangenen Jahren sei TUI stark genug gewesen sei, um "die strukturell schwächeren Gesellschaften im Konzern durchzubringen", heißt es darin. Das habe sich nun geändert. Sparten, die schon länger Verlust machten und deren Ausblick auch nicht besser ist, müssten sich neu aufstellen, heißt es weiter. "Wenn dies nicht möglich ist, werden wir uns von Einheiten trennen oder ihren Betrieb einstellen", zitiert die "FAZ" Joussen weiter. Der Appell richte sich an "viele kleinere Einheiten", analysiert das Blatt. Aber auch einzelne Landesgesellschaften des Konzerns, etwa die seit Jahren verlustreichen Geschäfte in Frankreich, müssten ihre Kosten senken. 

In einer Videobotschaft unterstrich der TUI-Chef zudem die Dringlichkeit, die angekündigte Senkung der Overhead-Kosten schnell zu erreichen. Wenn das Geschäft wieder anziehe, werde der Schuldenberg des Konzerns um 1,8 Milliarden Euro höher sein, so Joussen in Anspielung auf einen entsprechenden Kredit, den der Bund dem Konzern gewährt hatte. In den vergangenen Tagen kursierten zudem Meldungen, TUI plane, weiteres Geld durch die Ausgabe neuer Aktien zu generieren, um die Liquidität zu sichern, wenn sich die wirtschaftliche Durststrecke fortsetze. 

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