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12. Februar 2019 | 01:00 Uhr
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TUI-Zahlen deuten auf schwieriges Jahr

Der saisonübliche Verlust zu Beginn des neuen Geschäftsjahrs (Oktober bis Dezember) fällt mit 112 Millionen Euro deutlich höher aus als letztes Jahr. Der Umsatz kletterte um 4,4 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. „Das Marktumfeld für alle Reiseveranstalter ist anhaltend herausfordernd“, sagt Konzernchef Friedrich Joussen.

Joussen Friedrich TUI

"Reisebüros und Veranstalter müssen ihre Partnerschaft weiterentwickeln", sagt Tui-Chef Friedrich Joussen.

„Die Kunden reisen, aber sie akzeptieren keine Preiserhöhungen“, stellt der Tui-Chef nüchtern fest. Die Buchungen für den aktuellen Sommer lägen weitgehend auf dem Vorjahresniveau, die Durchschnittspreise seien gegenüber dem Vorjahr unverändert. „Dies trifft jedoch nicht für die Margen zu“, so Joussen.

Der Tui-Chef sieht für die Entwicklung mehrere Gründe. Zum einen die Folgen des ungewöhnlich langen und heißen Sommers, die zu mehr kurzfristigeren Buchungen und schwächeren Margen geführt habe. Die Verlagerung der Nachfrage vom westlichen in den östlichen Mittelmeerraum habe zu Überkapazitäten in anderen Destinationen wie zum Beispiel den Kanarischen Inseln führt. Darüber hinaus erschwere das schwache Britische Pfund den Verkauf von Reisen auf der Insel.

Interessant ist die unterschiedliche Entwicklung der Segmente. Nennenswert gewachsen sind praktisch nur die Zielgebietsservices und die Urlaubserlebnisse vor Ort. Der Umsatz der eigenen Hotels war leicht rückläufig und der Bereich Kreuzfahrten tritt umsatzmäßig auf der Stelle. Dies gilt auch für die Veranstalter und Airlines in den Märkten.

Die Tui-Kennzahlen zum Download.