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14. März 2022 | 17:53 Uhr
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Ukraine-Krieg dämpft die Reiselust der Deutschen

Seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine sind die Bundesbürger mit Reisebuchungen zögerlicher geworden. Das zeigt eine Counter-vor9-Umfrage, an der rund 500 Profis aus dem Reisevertrieb teilnahmen.

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Die Bundesbürger sind auch in puncto Urlaub verunsichert

Unsicherheiten trüben die Reiselust. Diese triviale Weisheit scheint sich auch im März 2022 zu bewahrheiten. So erklären 48 Prozent der Teilnehmer an einer aktuellen Counter-vor9-Umfrage, die Buchungen seien bei ihnen seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine eingebrochen. Weitere 46 Prozent verzeichnen leichte Buchungsrückgänge. Lediglich sechs Prozent registrieren einen weiteren Anstieg der Nachfrage.

Aus zahlreichen Kommentaren der rund 500 Befragten geht hervor, dass die Reiseprofis die aktuelle Lage durchaus unterschiedlich einschätzen. Während die einen Buchungsrückgänge um 85 Prozent verzeichnen und von einer starken Verunsicherung berichten, weisen andere Reisebürovertreter darauf hin, dass sich im März nach buchungsstarken Wochen im Januar und Februar auch in der Vergangenheit eine leichte Flaute eingestellt habe.

Auch die konkreten Reaktionen der Kunden sind offenbar sehr heterogen. So berichten einige Umfrageteilnehmer, viele Kunden legten geplante Buchungen wegen der unsicheren Entwicklungsperspektiven erst einmal auf Eis. Andere schreiben, betroffen seien vor allem Ostseekreuzfahrten, bei denen die russische Stadt St. Petersburg, die nun nicht mehr angelaufen wird, stets ein wichtiges Reiseziel gewesen sei. Wieder andere Leserinnen und Leser kommentieren, es würden unterschiedslos Reisen in alle möglichen Destinationen storniert. Allerdings gibt es auch Reiseverkäufer, die von einem unverändert guten Buchungsvolumen berichten.

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