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17. September 2020 | 12:48 Uhr
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Urlaubspiraten-Chef sieht Pauschalreise auf absteigendem Ast

Statt mit 500.000 anderen Leuten über den Markusplatz in Venedig zu laufen, wollten die Leute lieber in Deutschland und angrenzenden Ländern besondere, private Orte finden, glaubt David Armstrong (Foto). Die klassische Mainstream- und Pauschalreise werde nach der Krise "so nicht mehr zurückkommen", erklärt der CEO des Reisemittlers.

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David Armstrong schreibt die Pauschalreise ab

Im Gespräch mit dem Start-up-Portal "Gründerszene“ erklärt Armstrong, Social Distancing werde „zu einem gewissen Grad in den Köpfen hängen bleiben“. Pauschalreisen hätten schon vor der Krise einen Rückgang erlebt. Sie seien zwar "schon noch gefragt". Doch das Berliner Unternehmen vermittele derzeit vor allem Unterkünfte wie Ferienhäuser und Airbnbs. In diesen Segmenten habe sich die Zahl der Buchungen verdreifacht.

Für Fernreisen sieht Armstrong durchwachsene Perspektiven. Zwar werde die Nachfrage wieder aufleben, sagt er. Da allerdings viele Airlines strauchelten, werde es nicht mehr das gleiche Flugangebot wie vor der Krise geben. Künftig würden keine fünf Airlines mehr auf einer Strecke konkurrieren, so dass der Wettbewerb geringer werde und die Preise anstiegen. "Ich glaube, nächstes Jahr wird es kein Massengeschäft mit Fernreisen geben", so der Chef der Urlaubspiraten.

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