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9. Mai 2022 | 14:56 Uhr
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Urlaubsreisen zum Teil deutlich teurer als 2019

Wie aus einer Auswertung des Reiseportals Holidaycheck für Reise vor9 hervorgeht, liegen die aktuellen Preise für die wichtigsten Auslandsreiseziele im zweistelligen Prozentbereich über dem Vorkrisenniveau. Am deutlichsten ist der Preissprung für Ägypten.

Preisanstieg

Für die wichtigsten Badeziele sind die Übernachtungspreise gestiegen

Seit der Tourismus in diesem Jahr wieder Fahrt aufgenommen hat, frohlocken die Reiseveranstalter über höhere Umsätze pro Gast. Allerdings führten sie diese zuletzt nicht auf Preiserhöhungen zurück, sondern erklärten, die Durchschnittspreise lägen deshalb deutlich höher als im Vorjahr, weil mehr Pauschalreisen statt Einzelleistungen gebucht würden und die Kunden oft höhere Zimmerkategorien wählten.

Höhere Preise von Portugal bis Ägypten

Eine aktuelle Auswertung von Holidaycheck für Reise vor9 zeigt nun, dass es die Urlauber in den wichtigsten Reiseländern durchaus mit Preissteigerungen zu tun bekommen. Für den Zeitraum vom 1. November bis zum 30. April hat das Portal die Preise pro Person und Nacht mit denen des Jahres 2019 verglichen. Dabei stellte sich heraus, dass durch die Bank ein kräftiger Preisanstieg zu verzeichnen ist. So sind die Tarife in Ägypten um 27 Prozent gestiegen. Aber auch Aufenthalte in Griechenland und Spanien sind mit einem Anstieg um 16 Prozent deutlich teurer als vor der Corona-Pandemie. In der Türkei liegen die Übernachtungspreise um 15 und in Portugal um 14 Prozent über denen von 2019.

Kostendruck dürfte Preise weiter steigen lassen

Die möglichen Gründe dafür sind vielfältig. So sind die Hotelkapazitäten mancherorts geringer als vor der Corona-Krise, weil nicht alle Betriebe den Stillstand überlebt haben. Zudem führt Personalmangel tendenziell zu höheren Gehältern. Zu weiteren Preiserhöhungen dürften auch die hohen Treibstoffpreise beitragen, weil sie die Kosten der Anbieter in die Höhe treiben. Für den bevorstehenden Sommer rechnen die meisten Experten damit, dass sich die Kunden die Reiselust durch die steigenden Preise nicht nehmen lassen. Aktuelle Buchungsdaten scheinen dies zu bestätigen.  Wie sich die Nachfrage entwickelt, wenn hohe Inflationsraten für die Bundesbürger zum Dauerzustand werden, steht auf einem anderen Blatt.

Christian Schmicke

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