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21. November 2021 | 10:34 Uhr
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Viel Neues, Early-Bird-Tickets und 2G auf der ITB Berlin

„Die ITB 2022 findet statt, und sie wird gebraucht“, ist David Ruetz überzeugt. Das ist für den Chef der ITB die wichtigste Botschaft in diesen Tagen. Mehr als 100 Ländern haben sich bereits angemeldet. Jetzt ist klar, dass die Weltmesse für Tourismus unter 2G-Regeln stattfinden kann.

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ITB-Chef David Ruetz hat schon über 100 Länder für die Messe im März gewonnen und lockt Fachbesucher mit Frühbucherpreisen

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Ruetz sieht einen großen Bedarf für die Präsenzveranstaltung in Berlin. „Die Touristiker wollen sich austauschen, wollen wissen, wie ihre Partner durch die Krise kommen, und das nicht per Zoom, sondern wieder live vor Ort.“ Die Reiseindustrie freue sich darauf, endlich Geschäftspartner wieder gegenüberzusitzen und in die Augen zu schauen. Den Wunsch nach persönlichen Treffen habe nicht zuletzt die DRV-Tagung in Griechenland gezeigt.

Der Termin vom 9. bis zum 13. März steht. Klar ist jetzt auch, dass die ITB eine 2G-Veranstaltung wird. Nur gegen Corona Geimpfte und Genesene dürfen auf das Messegelände, hat der Berliner Senat vergangene Woche entschieden. Aktuell gelten dabei EU-Regeln. Das heißt, es werden nur Impfungen mit in Europa zugelassenen Vakzinen akzeptiert. Es gebe aber Anzeichen, dass zumindest der chinesische Impfstoff für den Besuch anerkannt werden könnte.

Auswirkungen von 2G auf Aussteller unklar

„Wir müssen jetzt abwarten, was die 2G-Regel bei den Leuten bewirkt“, sagt Ruetz. Der 30. November wird dabei der Tag der Wahrheit. Bis dahin können die Aussteller ihre Stände noch kostenlos stornieren. Ruetz bleibt zuversichtlich. „Im Moment sieht der Anmeldestand gut aus. Wir haben 110 Länder dabei. Alle verfügbaren Hallen sind derzeit komplett geblockt. Das sind gute News.“

Dennoch fällt die ITB 2022 kleiner aus als in den Vorjahren. Denn die Hallen rund um den Funkturm fallen weg. Die Gebäude werden saniert und sind Baustelle. Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT), Österreich, die Schweiz und weitere Länder ziehen daher in die neue Halle 27 um.

Nur ein Tag Online-ITB im Nachhinein

Die ITB Berlin wird eine hybride Messe, Präsenz- und Online-Event finden aber nicht gleichzeitig statt. Erst in der Folgewoche des Treffens unterm Funkturm gibt es am Dienstag, 17. März, erstmals einen „Digital ITB Business Day“. Der dient in erster Linie dazu, Termine online nachzuholen und One-to-One-Meetings abzuhalten. Live-Konferenzen wie in diesem Jahr sind nicht geplant.

Die Plattform mit dem virtuellen Marktplatz ist zwar die gleiche wie dieses Jahr, aber das entscheidende Meeting-Tool wird ausgetauscht, sagt Ruetz. „Die neue Software ist selbsterklärend und viel einfacher zu bedienen. Man kann schnell von Fenster und Fenster springen. Hier haben wir gelernt.“

Wer an dem Online-Tag dabei sein will, muss sich neu registrieren. Die Profile der ITB Berlin Now aus diesem Jahr seien wegen Datenschutzbedenken gelöscht worden. Die Anmeldung für den Digital ITB Business Day werde schon vorher möglich sein, auch die Terminvereinbarung. „Die Online-Meetings können aber nur an diesem Tag abgehalten werden.“

Frühbucher-Dauerkarte für 50 Euro

Neu sind auch Early-Bird-Preise für den Eintritt. „Wir haben zu ersten Mal ein vergünstigtes Fachbesucherticket für Frühbucher. Wer bis 15. Januar sein Ticket kauft, zahlt statt 42 jetzt 35 Euro für das Tagesticket“, erläutert Ruetz. „Die Dauerkarte kostet statt 60 Euro 50 Euro im Early Bird.“ Wer dann wegen möglicher Reisebeschränkungen doch nicht nach Berlin kommen könne, dem werde das Ticket erstattet.

Der ITB-Kongress findet ebenfalls wieder live vor Ort mit Publikum statt. Es sind vier Bühnen geplant: für Marketing, Destinationen, Travel Technology und eine für wechselnde Themen. Am Mittwoch ist Business-Travel-Day, am Donnerstag Mice-Day und am Freitag Wellness-Day. Inhaltliche Schwerpunkte werden Nachhaltigkeit, Digitalisierung und die Veränderung der Branche.

ITB-Kongress zurück auf dem Messegelände

„Ich glaube, es geht in der Reiseindustrie jetzt nicht nur einen Restart, sondern um einen echten Change-Gedanken“, sagt Ruetz. „Wie sieht das Reisen nach der Pandemie aus? Es geht nicht nur um Zahlen. Ich glaube, es wird nie mehr so sein wie 2019, es wird anders werden.“ Diesen Change zu begleiten, sei eine wichtige Aufgabe der ITB und der Kongress werde das aufgreifen. „Wir streamen die Hälfte aller Kongress-Sessions live“, sagt der ITB-Chef, so dass man auch online dabei sein könne. Zudem seien die Veranstaltungen nach der ITB im Archiv abrufbar.

Der ITB-Kongress bekommt im nächsten Jahr seinen ursprünglichen Platz auf dem Messegelände zurück und zieht in die 7er Hallen im Untergeschoss. „Damit rückt der ITB-Kongress wieder näher als die Ausstellungshallen, was deutlich kürzere Wege für die Besucher bedeutet“, so Ruetz. Die Räume im sogenannten Cube seien zu weit weg, um sich mal eben schnell eine Podiumsdiskussion anzuschauen.

Einlass von 10.000 Besuchern pro Stunde geplant

Damit es wegen der 2G-Vorschrift nicht zu langen Wartezeiten an den Eingängen kommt, hat die Messe ein neues Konzept für den Zutritt entwickelt. So werden die Besucher im Eingang Süd, dem Haupteingang der Messe, in zwei Linien kontrolliert. An den ersten 30 Stationen prüfen Mitarbeiter zunächst die QR-Codes der Impfzertifikate, an 30 weiteren Stationen dann die Eintrittskarten. Platz in den Messeeingängen entsteht durch die Abschaffung der Kassenschalter. Für die ITB 2022 gibt nur noch vorab gekaufte Online-Tickets.

„Dieses zweistufige Einlasskonzept funktioniert. Das haben Testläufe bei anderen Messen gezeigt“, sagt Ruetz. Er ist sicher, dass so mindestens 10.000 Menschen pro Stunde auf das Messegelände kommen können. Um den Ansturm am Morgen zu entzerren, dürfen Besucher eine halbe Stunde früher auf das Messegelände als in der Vergangenheit, Aussteller ab 8:30 Uhr, Fachbesucher ab 9:30 Uhr. Feste Zeit-Slots für den Zutritt oder eine Festlegung auf einen bestimmten Eingang gibt es auf der ITB nicht.

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