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27. März 2020 | 13:51 Uhr
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VIR fordert Fondslösung für Kundengelder

In diesen Fonds könnten Veranstalter und Reisemittler die Rückzahlungen an ihre Kunden auslagern, so VIR-Vorstand Michael Buller (Foto). Zugleich träten sie die Forderungen gegenüber Leistungsträgern, also Hoteliers und Airlines, ab. Als Schuldner könne dann die Bundesregierung eintreten und Konditionen für die Rückzahlung festlegen.

Buller Michael

Michael Bullers Verband hat eine Fondslösung entwickelt

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Bei dem VIR-Modell müssten Reiseveranstalter, Leistungserbringer und Reisevermittler sich verpflichten, innerhalb eines angemessenen zeitlichen Rahmens von beispielsweise drei Jahren die Zahlungen rückzuerstatten, so Buller. Dies könne beispielsweise zu einem niedrigen Zinssatz von einem Prozent und einer kleinen Bearbeitungsgebühr erfolgen.

"Der Fonds könnte in Form einer Datenbank installiert werden", so Buller. Dem Vorstand des Verbands Internet Reisevertrieb schwebt vor, dass eine Handvoll sogenannter Midoffice-, Backoffice- und Finanzbuchhaltungssysteme in ihren Systemen die Buchungen aller Akteure im deutschen Touristikmarkt verwalten. "Dies beinhaltet die Forderungen von Kunden, Provisionsabwicklungen oder auch Abrechnungen von Zulieferern", so der VIR-Vorstand weiter. "Diese könnten über Schnittstellen eine zentrale Rolle in der Lieferung und Verwaltung der rückzahlungspflichtigen Buchungen an den Fonds spielen."

"Vielen touristischen Unternehmen, Konzernen wie auch Mittelständlern, droht durch die aktuellen Liquiditätsengpässe die baldige Insolvenz", unterstreicht der VIR-Vorstand. Es sei "keine Frage der Stärke oder Schwäche der Unternehmen, sondern hauptsächlich der Situation geschuldet, dass alle Produkte, die man verkauft hat, plötzlich nicht mehr verfügbar sind. Und die Branche hat keine zwei Wochen mehr Zeit, um die Situation zu überbrücken."

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