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9. August 2021 | 14:54 Uhr
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Weltklimabericht zeichnet düstere Szenarien

In Südeuropa könnten laut dem Bericht des Weltklimarates der Vereinten Nationen, IPCC, künftig häufiger Dürren auftreten, im Norden eher Starkregen. Hier wie dort ist indes mit einer Zunahme von Hitzewellen zu rechnen.

Wetter

Extremwetter werden in Zukunft häufiger, sagt der Klimabericht des Weltklimarates

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Was sich derzeit in beliebten Ferienländern wie Griechenland, Italien oder der Türkei abspielt, könnte ein Vorgeschmack auf künftige Entwicklungen im Zuge der globalen Erwärmung sein. Laut dem am Montag veröffentlichten Bericht des Weltklimarates IPCC könnte der Mittelmeerraum infolge des Klimawandels in Zukunft vor noch schlimmeren Hitzewellen, Dürren und Brände stehen. Die Temperaturen in der Region mit rund 500 Millionen Einwohnern dürften in den nächsten Jahrzehnten schneller ansteigen als im weltweiten Durchschnitt, heißt es in dem Bericht. Dies werde wichtige Bereiche wie die Landwirtschaft, Fischerei und den Tourismus unter Druck setzen.

Die Fläche abgebrannter Wälder werde im Fall einer Erderwärmung von zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter um 87 Prozent zunehmen, bei einem Anstieg um drei Grad wären es gar 187 Prozent. Bislang hat sich die Erde seit dem Beginn des Industriezeitalters um 1,1 Grad erwärmt. Nur eine Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad, könne "wahrscheinlich Küstensiedlungen, Kulturerbe-Stätten, Land- und Meeresökosysteme in den meisten Gebieten des Mittelmeerraums in einem lebensfähigen Zustand erhalten", zitiert die Nachrichtenagentur AFP.

Kombinierte Extremwetter

Insgesamt werden laut dem Bericht mit steigenden Temperaturen auch kombinierte Extremwetter möglich. Durch den Klimawandel wächst die Wahrscheinlichkeit, dass Hitzewellen und Dürren oder Starkregen und Stürme Regionen gleichzeitig treffen. "Je wärmer es weltweit wird, desto mehr werden wir nie erlebte und bisher nie erreichte Extremereignisse sehen", sagt Friederike Otto, Autorin des Kapitels über Wetterextreme und Leiterin des Environmental Change Institute der University of Oxford, laut Spiegel. Dabei bedeute es einen entscheidenden Unterschied, ob die Welt auf eine 1,5 oder Zwei-Grad-Erhöhung gegenüber der vorindustriellen Zeit zusteuere.

Der IPCC-Bericht zeigt auf, dass die Aktivitäten des Menschen das Klima bereits jetzt in einen Zustand versetzt haben, wie er in der bisherigen Menschheitsgeschichte noch nie aufgetreten ist. Er unterstreicht zudem die beispiellose Geschwindigkeit, mit denen die Änderungen voranschreiten. Schon bei einer globalen Erwärmung von 1,5 Grad werden Hitzewellen sowie Starkregenereignisse und somit Überschwemmungen in Europa und vielen weiteren Regionen der Welt deutlich häufiger auftreten und verheerender sein. Außerdem können besonders bei stärkerer globaler Erwärmung auch bislang unwahrscheinliche, aber katastrophale Ereignisse nicht ausgeschlossen werden. Hierzu zählen starke Änderungen in der räumlichen Verteilung von Niederschlagsmustern sowie der Zusammenbruch der Eisschilde der Arktis und Antarktis, was einen Meeresspiegelanstieg um mehrere Meter verursachen würde.

Um die Pariser Klimaziele noch erreichen zu können, müssten laut IPCC die weltweiten Treibhausgasemissionen ab den 2020er Jahren sinken. Im Jahr 2050 müssten die globalen CO2-Emissionen netto Null erreichen.

 

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