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8. Juni 2021 | 21:25 Uhr
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Werden Aktien von TUI und Air France-KLM zum Ladenhüter?

Wenn man Analysten Glauben schenkt, dann kommen Airlines am besten aus der Krise. Mit Ausnahme von Air France-KLM erhalten sie die meisten Kaufempfehlungen, so eine Übersicht der "FAZ". Bei TUI-Aktien stehen hier null Prozent. Wenig optimistisch sind die Börsenprofis auch bei Kreuzfahrtanbietern und Hotelkonzernen.

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Analysten liebäugeln vor allem mit Airline-Aktien

Die „FAZ“ (Abo) hat die Kaufempfehlungen von Aktienanalysten seit Anfang Mai ausgewertet. Obwohl der internationale Luftverkehr noch unter erheblichen Beschränkungen leidet, sind die Airlines die Lieblinge der Börsenprofis. China Eastern, Korean Air, Wizz Air, Ryanair oder Southwest – Fluggesellschaften stehen auf ihrer Einkaufsliste. Lufthansa wird allerdings nur von acht Prozent der Broker empfohlen, Air France-KLM gar nicht. Das, so schreibt die FAZ, liege unter anderem am großen Einfluss von Staat und Gewerkschaften.

Zurückhaltender sind die Analysten mit ihren Kaufempfehlungen für Hotelaktien, Kreuzfahrtanbieter und Online-Buchungsportale, obwohl zum Beispiel der Aktienkurs von Expedia seit Anfang vergangenen Jahres deutlich gestiegen ist.

TUI bekommt laut der FAZ-Liste überhaupt keine Kaufempfehlung. „Das ist selten“, schreibt das Blatt. „Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 2,36 Euro, derzeit liegt der Kurs bei fast 5 Euro. Es drohen also kräftige Kursverluste.“ Zwar profitiere die TUI-Aktie von den steigenden Buchungen. Aber acht Milliarden Schulden belasten. Analysten hätten eine Eigenkapitalquote errechnet, die nur durch die Staatshilfen noch leicht positiv sei. Sie würden erst 2023 wieder einen deutlichen Gewinn erwarten.

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