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1. Juli 2020 | 07:00 Uhr
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Wie die Bahn zum wichtigsten Verkehrsträger werden will

Mit dem "Schienenpakt" wollen Bund und Bahn die Zahl der Fahrgäste bis 2030 verdoppeln. Herzstück ist der sogenannte Deutschland-Takt, mit dem die Hauptachsen alle halbe Stunden befahren werden.

Ferlemann Scheuer Lutz

Guter Dinge: Der Bahnbeauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Bahnchef Richard Lutz

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Bahnfahren in Deutschland solle bis 2030 deutlich pünktlicher, schneller und auch in abgelegenen Gebieten attraktiver werden. Das sieht der "Schienenpakt" vor, den Branchenverbände, Gewerkschaften und Bundesregierung am Dienstag besiegelten. Die Schiene könne "mit diesem Pakt der Verkehrsträger Nummer eins werden", glaubt Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

Ein wichtiges Ziel: Jeweils zur vollen und zur halben Stunde soll entlang der wichtigsten Bahn-Achsen zuverlässig ein Umstieg vom Fernverkehr auf Regionalzüge möglich sein. Ein erster Schritt dazu soll bis zum Jahresende mit der halbstündlichen Verbindung zwischen Berlin und Hamburg getan werden.

90 Milliarden für das Schienennetz

Zusätzlich zu vorher vereinbarten Milliardenhilfen will der Bund im Zuge der Corona-Krise noch einmal rund fünf Milliarden Euro als Kapitalspritze für den Staatskonzern locker machen. In das Schienennetz sollen bis 2030 fast 90 Milliarden Euro investiert werden.

Rund zwei Jahre hätten Experten aus 27 Verkehrs- und Infrastrukturunternehmen, der Bahnindustrie, Gewerkschaften, Wirtschaftsverbänden, Kunden-, Branchen- und Umweltorganisationen, die Verkehrswissenschaft sowie aus dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, dem Eisenbahnbundesamt und der Bundesnetzagentur in diversen Arbeitsgruppen unter dem Dach des Bündnisses  an dem Konzept gearbeitet, um "eine starke und wettbewerbsfähige Eisenbahn in Deutschland" zu entwickeln, so DB-Chef Richard Lutz.

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