Damit trennt sich der Veranstalter von rund 45 Prozent der Belegschaft an seinem Stammsitz im westfälischen Hagen. Neun der 71 gekündigten Mitarbeiter befanden sich noch in der Probezeit. Für das verbleibende Personal hat Wikinger Reisen ab April Kurzarbeit beantragt. Die meisten Mitarbeiter arbeiten derzeit vom Homeoffice aus.
"Die gesamte Touristikbranche erlebt eine nie für möglich gehaltene Zäsur", sagt Kraus. Nun gehe es darum, „das Familienunternehmen durch diese extreme Krise zu navigieren und die aktuellen Arbeitsplätze zu sichern. "Die Spätfolgen der Pandemie für die Branche werden uns Jahre beschäftigen", ist der Veranstalterchef sicher. Wikinger Reisen hatte 2019 rund 122 Millionen Euro umgesetzt. Für das laufende Jahr rechnet Kraus mit maximal 50 Millionen Euro.
Rund 500 Gäste hatte Wikinger Reisen laut nach eigenen Angaben im Zuge der Reisebeschränkungen aufgrund der Coronakrise vorzeitig aus dem Urlaub zurückgeholt. Den von Absagen betroffenen Kunden unterbreite man nun Alternativangebote für den Sommer oder Herbst, so Kraus. Ein großer Teil gehe darauf ein, so der Veranstalterchef.
Christian Schmicke
Kennen Sie schon den täglichen Podcast von Reise vor9? Alles Wichtige für Reiseprofis in drei Minuten. Einfach mal reinhören:
