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19. März 2021 | 07:00 Uhr
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Mailen

Zoff vor Touristiker-Kundgebung in Berlin

Die Organisatoren der am Montag geplanten Demo haben Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet, nachdem der Verband Nordrhein-Westfälischer Omnibusunternehmer (NWO) in einer internen Rundmail geschrieben hatte, dass "die Führungsfiguren des Bündnisses mit dem Querdenker-Milieu und dem Sturm auf den Reichstag in Verbindung gebracht" würden. Die Atmosphäre ist gereizt.

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Die Initiatoren der Kundgebung schreiben dazu in einem Post in ihrer Facebook-Gruppe "Wir alle sind Touristik – Gemeinsam sind wir stark!": "Wir erklären zu diesen genauso ungeheuerlichen wie unfassbar absurden Aussagen wie folgt: Keine(r) der Personen hat jemals weder an einer Veranstaltung der sogenannten Querdenker teilgenommen noch mit einer Person der Querdenker-Szene jemals in Kontakt gestanden. Keine(r) der Personen hat jemals in Verbindung mit dem Sturm auf den Reichstag gestanden. Diesen befremdlichen Tag (07.09.20) kennen wir nur aus dem Fernsehen und verurteilen alles, was damit zu tun hat. Wir erklären das nicht, weil wir etwas erklären müssten, sondern um ein unmissverständliches Zeichen zu setzen."

BDO zieht Teilnahme zurück

Wie das Fachportal "FVW" berichtet, hat der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO), der die Kundgebung in Berlin am 22. März zunächst mit mehreren hundert Bussen unterstützen wollte, seine Teilnahme aufgrund der internen Mail seiner nordrhein-westfälischen Unterorganisation zurückgezogen. Diese wiederum betont, dass es sich um eine interne Mail gehandelt habe, die nicht für die Öffentlichkeit verfasst gewesen sei. Die konkrete Urheberschaft der Gerüchte um die Organisatoren der Veranstaltung will eine Sprecherin gegenüber dem Blatt indes nicht benennen.

Organisatoren verlangen Richtigstellung

Diese wiederum bieten den bislang unbekannten Urhebern der Anschuldigungen an, "der Strafverfolgung durch Abgabe einer Richtigstellung beziehungsweise des Eingeständnisses der verbreiteten Verleumdungen innerhalb einer Frist von 24 Stunden zu entgehen". Man wolle nun die "Energie wieder auf die Kundgebung lenken und den Fokus nach vorne richten, denn das ist das Wesentliche", so die Initiatoren Joerg Franzen, Anke Mingerzahn, Michael Draeger und Petra Dyk.

Pro und kontra

Bereits vor der Eskalation war bekannt geworden, dass das Aktionsbündnis „Rettet die Reisebranche“ nicht an der Kundgebung teilnehmen will. "Aufgrund steigender Inzidenzzahlen und dem aktuell guten und konstruktiven Austausch mit der Regierung kann eine solche Kundgebung gegenüber den Medien, der Bevölkerung und gegenüber unseren Kunden für großes Unverständnis sorgen", sagte Bündnissprecher Sebastian Enders der "FVW".

Der FDP-Politiker Marcel Klinge, Tourismuspolitischer Sprecher seiner Fraktion im Bundestag, will die Demo indes weiter tatkräftig unterstützen. „Die Touristiker zeigen am 22.3. erneut mit einer Demo in Berlin Gesicht und kämpfen für den #Restart ihrer Branche. Ich bin auch wieder mit dabei und unterstütze unsere #Reisebüros und #Reiseveranstalter“, schreibt er auf Facebook.

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