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4. September 2026 | 14:46 Uhr
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Zwei Enthusiasten betreiben einen besonderen Veranstalter

Mit britischen Roadstern aus den Jahren 1959 und 1960 führt Vintage Tours kleine Gruppen durch Portugal und inzwischen auch Teile Spaniens. Im Reise vor9 Podcast erklärt Gründerin Valeska Haux, warum sie und ihr Mann Matthias auf maximal zwölf Gäste, selbst ausgewählte Hotels und persönliche Reisebegleitung setzen – und warum weiteres Wachstum Grenzen hat.

Vintage Tours Peneda Geres Nationalpark Portugal Norte

Mit historischen MDA-Roadstern ist Vintage Tours in Portugal unterwegs

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Die Idee für Vintage Tours sei lange vor der Gründung des Veranstalters entstanden, sagt Haux. Sie und ihr Mann Matthias lebten drei Jahre in Portugal und erkundeten das Land mit ihren eigenen Oldtimern. Rund 20 Jahre später machten sie daraus ein Reiseangebot.

Heute hat Vintage Tours sechs MGA-Roadster der zweiten Serie, gebaut 1959 und 1960. Bevor ein Fahrzeug Gästen überlassen wird, fahren Haux und ihr Mann selbst mehrere Tausend Kilometer damit. Eine Werkstatt in Portugal kümmert sich um Wartung und Reparaturen.

Mehr als nur Oldtimer fahren

Der Veranstalter setzt nach Angaben von Haux auf Regionen, die das Ehepaar selbst gut kennt. In Portugal führen die Reisen in den Norden, ins Dourotal und ins Alentejo. Hinzu kommen inzwischen Extremadura und Andalusien in Spanien.

Das Auto bildet dabei zwar den Ausgangspunkt, soll aber nicht allein im Mittelpunkt stehen. Haux beschreibt den Anspruch, Kultur, Geschichte, Hotellerie und Gastronomie der jeweiligen Region einzubeziehen. Im Dourotal übernachten die Gruppen etwa in traditionsreichen Weinhotels, dort ausschließlich in Fünf-Sterne-Häusern. In anderen Regionen arbeitet Vintage Tours auch mit historischen Pousadas zusammen.

Die Gruppen bleiben mit maximal zwölf Teilnehmern klein. Haux oder ihr Mann begleiten jede Tour selbst. Gerade diese persönliche Betreuung begrenzt zugleich die Möglichkeiten, das Geschäft stark auszuweiten. Im ersten volloperativen Jahr gehe es zunächst darum, die vorhandenen Kapazitäten auszulasten, so die Chefin des 2025 gegründeten Unternehmens.

Offen für Geschäfte mit Reisebüros

Die Standardreisen verkauft Vintage Tours bislang direkt. Für Kooperationen mit Reisebüros zeigt sich Haux dennoch offen. Insbesondere Incentive-Reisen sowie individuell zusammengestellte Touren für besondere Gruppen könnten gemeinsam mit Agenturen und Reisebüros umgesetzt werden, sagt sie.

Die Kundschaft besteht nach ihren Worten keineswegs nur aus eingefleischten Oldtimer-Fans. Es buchten auch Gäste, die zuvor wenig mit klassischen Autos zu tun hatten. Für 2027 sind zudem erste reine Frauenreisen geplant, bei denen weniger das Fahren und stärker Hotellerie, Gastronomie, Kultur und Wellness im Mittelpunkt stehen sollen, so die passionierte Oldtimer-Liebhaberin, die selbst schon Rallyes fuhr.

Christian Schmicke

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