Bahn kündigt Sofortprogramm für mehr Komfort an
Die Deutsche Bahn und der Bund haben ein Sofortprogramm für mehr Komfort im Fernverkehr vorgestellt. Rund 20 Millionen Euro fließen 2026 zusätzlich in Sauberkeit, Bordgastronomie und die Verfügbarkeit von Anlagen wie Toiletten und Kaffeemaschinen.
Deutsche Bahn
Bei der Bahn sollen sich Sauberkeit und Gastronomie zügig verbessern
Die Bahn erhöht im Rahmen des Programms "mehr Komfort in den Zügen des Fernverkehrs" die Zahl der sogenannten Unterwegsreiniger deutlich. Auf vielgenutzten Verbindungen sollen künftig 220 Mitarbeiter täglich im Einsatz sein – doppelt so viele wie bisher.
An ausgewählten Knotenbahnhöfen, etwa in München, stehen laut DB Sonderreinigungstrupps bereit. Zudem würden Teppiche in ICE-Zügen häufiger intensiv gereinigt. Statt einer Fläche von vier Fußballfeldern pro Woche würden nun umgerechnet sechs gereinigt, ein Plus von 50 Prozent. Das entspreche rund 60 Zügen pro Woche, so die Bahn.
Fokus auf Gastronomie und Technik
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verlässlichkeit der Bordgastronomie. Optimierte Logistikprozesse sollen die Verfügbarkeit von Speisen und Getränken erhöhen. Die Wartung anfälliger Bauteile, etwa an Kaffeemaschinen, werde intensiviert, teilt die Bahn mit.
Mobile Instandhaltungsteams stünden in Frankfurt, München, Hamburg und Berlin auf Abruf, erklärt die DB. Sie sollen Schäden in Bordbistros und Zugtoiletten kurzfristig beheben. Störanfällige WC-Komponenten tausche man künftig verstärkt präventiv aus, um Ausfälle zu vermeiden.
Teil einer größeren Strategie
Michael Peterson, Vorstand Personenfernverkehr, kündigt schnelle Effekte an. "Die Fahrgäste werden feststellen: Es tut sich was in den Fernverkehrszügen, und zwar rasch." Für zusätzliche Maßnahmen in diesem Jahr stelle die Bahn rund 20 Millionen Euro bereit.
Das Sofortprogramm ist eines von drei Maßnahmenpaketen von Bund und Bahn. Bereits im Januar hatte die DB ein Programm für mehr Sauberkeit und Sicherheit an Bahnhöfen vorgestellt. Ein weiteres Paket zur Verbesserung der Kundenkommunikation ist angekündigt.
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