Bahn verpasst sich einen neuen Markenauftritt
Die Bahn richtet ihren Markenauftritt neu aus. Im Mittelpunkt sollen künftig Beschäftigte stehen, die Verantwortung übernehmen und Probleme lösen. Das Design greift Bahnschwellen als grafisches Element auf, Logo und Rot bleiben erhalten. Die Einführung erfolgt schrittweise und soll einen strategischen Neustart des Konzerns sichtbar machen.
Deutsche Bahn
Der neue Markenauftritt der Bahn soll Dynamik und Veränderungsbereitschaft ausdrücken
Die Bahn verbindet den neuen Auftritt mit dem bereits 2025 eingeleiteten Konzernumbau. Nach Jahren mit Pünktlichkeitsproblemen, Baustellen und Sanierungsstau wolle das Unternehmen verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen, heißt es. Kommunikation und Design sollen diesen Kurs nun begleiten.
Dabei will sich die DB nach eigenen Angaben von großen Zukunftsversprechen verabschieden. "Wir wollen keine Versprechungen mehr machen, die wir nicht halten können", sagt Kommunikations- und Marketingchef Jens-Oliver Voß.
Beschäftigte rücken in den Mittelpunkt
Als Leitbild dienen Menschen, die im Unternehmen Verantwortung übernehmen und Veränderungen umsetzen. Statt abstrakter Zukunftsbilder sollen deshalb Beschäftigte, wie Fahrdienstleiter, Zugbegleiter oder Techniker, stärker die Kommunikation prägen.
Auch das Corporate Design verändert sich. Zentrales grafisches Element ist eine abstrahierte Bahnschwelle, aus der ein "dynamisches Gestaltungssystem" entwickelt wurde. Sie soll nach Angaben von Marketingchef Martell Beck für den Anspruch stehen, "jeden Tag besser zu werden".
Logo und die prägende rote Farbwelt bleiben erhalten. Ergänzt wird der Auftritt um weitere Gestaltungselemente, darunter einen Lilaton. Erste Kampagnen im neuen Design sollen ab September erscheinen, danach folgen weitere digitale und stationäre Kontaktpunkte.
Einführung aus laufenden Budgets
Einen vollständigen Wechsel auf einen Schlag plant die Bahn nicht. Züge, Lounges, Bahnhöfe und andere Kontaktpunkte sollen schrittweise umgestellt werden. Die Kosten für das Corporate-Design-Projekt liegen nach Unternehmensangaben im sechsstelligen Euro-Bereich und werden aus laufenden Budgets finanziert.
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