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Best-Reisen Nachwuchsoffensive startet in die nächste Runde

Die Kooperation Best-Reisen hat ihre nächste Weiterbildungsrunde im Rahmen der Best Nachwuchsoffensive begonnen. Derzeit können Mitgliedsbüros ihre Auszubildenden, dualen Studenten und Berufseinsteiger für die Teilnahme anmelden. Wie weit allerdings manchmal die Bedürfnisse des Nachwuchses und der Ausbilder auseinanderklaffen, zeigte eine Diskussion während der Jahrestagung der Kooperation.

40 sogenannte Best Youngster waren bei der Jahrestagung im September mit an Bord der Vasco da Gama von Hurtigruten. Sie erhielten dort im Rahmen einer kleinen Zeremonie ihre Abschlussurkunde für den Jahrgang 2025/26 der Best Nachwuchsoffensive.

Auch auf der Bühne waren sie präsent: in einer Talkrunde zum Thema „Zwei Perspektiven, ein Ziel“. Darin ging es um die Frage, was sich die Youngster an Verbesserungen im Rahmen ihrer Ausbildung wünschen. Zwei Punkte lassen sich eindeutig identifizieren: Info-Reisen und Wertschätzung.

Info-Reisen tragen zu Buchungsabschlüssen bei

Den Ausbildern – wie auch auf der Jahrestagung bestätigt – ist klar, dass die eigenen Erfahrungen und Erlebnisse des Reisebüronachwuchses vor Ort in Destination und Hotel wesentlich dazu beitragen, den Kunden emotionaler, detailreicher und zielgerichteter zu beraten. Dennoch schieben viele Betriebe mangelnde Zeit und Personalstärke als Gründe vor, um dem Nachwuchs diese Reisen zu verwehren.

Roksana Pilat, Projektleiterin der Nachwuchsoffensive bei Best-Reisen, zeigte sich halbwegs entrüstet, dass selbst die Betriebe, die ihre Auszubildenden für die Nachwuchsoffensive angemeldet hatten, nicht genug Engagement aufbrächten. “Wir hatten im Oktober 2025 eine exklusive und kostenfreie Info-Reise für Teilnehmer unserer Nachwuchsoffensive organisiert. Wir haben die Gruppe nicht vollbekommen. Wir haben rund 104 Youngsters in der Nachwuchsoffensive, keine 20 haben sich angemeldet.“ Deshalb Pilats Appell: Wenn solche Info-Reisen angeboten werden und organisatorisch machbar sind, sollten sie auch genutzt werden. Beide Seiten könnten davon profitieren.

Hinzu kommt ein Kommunikationsproblem: Manche Azubis trauen sich offenbar nicht, selbst nach einer Inforeise zu fragen, sondern warten darauf, dass Ausbilder auf sie zukommen. Aus Sicht der Nachwuchskräfte braucht es deshalb weniger starre Regeln als vielmehr klare Absprachen und gleiche Chancen im Team.

Wertschätzung für Reisebüro-Auszubildende regelmäßig zeigen

Ein zweiter Knackpunkt ist die Wertschätzung. 85 Prozent der befragten Ausbilder waren überzeugt, dass sich ihre Azubis wertgeschätzt fühlen. Bei den Nachwuchskräften selbst fiel die Zustimmung deutlich geringer aus. Für sie bedeutet Wertschätzung vor allem Vertrauen, selbstständiges Arbeiten, Verantwortung und regelmäßiges, klares Feedback. Am liebsten wöchentlich, wie es die Youngster bei der Diskussion auf der Jahrestagung forderten. Auch Fehler sollten offen besprochen werden – nicht nur mit Blick darauf, was schiefgelaufen ist, sondern darauf, wie es beim nächsten Mal besser funktionieren kann.

Die neue Runde der Best-Nachwuchsoffensive gibt den Ausbildern jetzt die Gelegenheit, die Bedürfnisse der jungen Reiseberater stärker zu erfüllen: Für 2026/27 plant die Kooperation erneut Schulungen zu Soft Skills und Persönlichkeitsentwicklung, einen Studiosus-Besuch, das Youngsters-Camp sowie erstmals eine Inforeise mit TUI nach Zypern. Für die sich hoffentlich genug Youngster anmelden.

Magdalena Laßmann