Expedia streicht acht Spitzenjobs im Zuge des KI-Umbaus
Die Expedia Group baut ihre Produkt- und Technologiesparte um und trennt sich dabei von acht Vice Presidents und Senior Vice Presidents. Hintergrund ist nach Unternehmensangaben auch der rasante Fortschritt bei künstlicher Intelligenz. Teams werden zusammengelegt, Zuständigkeiten neu geordnet und Daten-, KI- sowie Agentenplattformen gebündelt.
Expedia
Expedia, hier das Hauptquartier in Seattle im Bundesstaat Washington, entlässt im Zuge einer Umstrukturierung acht Manager aus Führungspositionen
In einer internen Mitteilung begründe Expedia Group den Umbau mit dem gestiegenen Veränderungstempo, berichtet das Portal Phocuswire. "Wir müssen deutlich schneller werden, und im vergangenen Jahr hat KI radikal verändert, was möglich ist", heißt es in dem Schreiben von Produktchefin Shilpa Ranganathan und Technikchef Ramana Thumu.
Von den Veränderungen betroffen ist unter anderem Sachin Singh, Senior Vice President für Book-to-Trip-Technologie. Er verlässt das Unternehmen ebenso wie sieben weitere Führungskräfte auf Vice-President-Ebene. Ihre Aufgaben lagen nach Angaben von Phocuswire in den Bereichen Produkt und Technologie.
Daten- und KI-Plattformen werden gebündelt
Parallel zieht Expedia mehrere Teams unter den Bereichen "Dedicated Technology" sowie "Product and Technology" zusammen. Die Daten-, KI- und Agentenplattformen werden künftig unter Chief Data and AI Officer Xavi Amatriain gebündelt. Rick Fast steigt zum Chief Architect auf.
Expedia erklärt, ein Großteil der Veränderungen bestehe nicht aus Stellenabbau, sondern aus Wechseln zwischen Teams und neuen Berichtslinien. Ziel sei es, Mitarbeiter und Ressourcen stärker an den geschäftlichen Prioritäten auszurichten. Ein Teil davon diene ausdrücklich der KI-Strategie.
Mitarbeiterzahl sinkt seit Jahren
Der aktuelle Umbau reiht sich in mehrere Reorganisationen ein. Anfang 2026 strich Expedia bereits eine nicht genannte Zahl von Stellen, stellte zugleich aber auch für andere Aufgaben ein. Zuvor hatte es im März 2025 Entlassungen gegeben. Anfang 2024 hatte der Konzern den Abbau von bis zu 1.500 Stellen angekündigt.