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24. März 2026 | 19:05 Uhr
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Flughafen Manchester hebt Trennung im Terminal 2 auf

Der Flughafen Manchester gibt im Terminal 2 die klassische Trennung von Inlands- und Auslandsflügen auf. Möglich wird das durch einen biometrischen Identitätsabgleich, der Passagiere je nach Reiseziel durch gemeinsame Terminalbereiche steuert. Der Airport verspricht sich davon mehr Kapazität, weniger Komplexität und eine bessere Auslastung der Infrastruktur.

Manchester Airport Terminal 2 Check-in

Am Terminal 2 des Flughafens Manchester werden Passagiere von In- und Auslandsflügen nicht mehr physisch getrennt abgefertigt 

Der Flughafen Manchester hat ein neues Betriebsmodell eingeführt, das die bisher übliche physische Trennung von Inlands- und Auslandsreisenden ersetzt. Künftig nutzen beide Passagiergruppen dieselbe Ankunfts- und Abfluginfrastruktur. Gesteuert wird das System über biometrischen Identitätsabgleich, den der IT-Dienstleister Amadeus bereitstellt.

Der Ansatz zielt auf ein Problem, das viele Flughäfen betrifft. Klassische Terminalstrukturen mit getrennten Bereichen für verschiedene Verkehrsarten gelten als ineffizient, weil sie Infrastruktur doppeln, die Auslastung senken und das Wachstum begrenzen. Manchester ersetzt diese starre Trennung nun durch digitale Steuerung.

Biometrie lenkt Passagiere durchs Terminal

Die biometrische Lösung prüft während der Reise, ob ein Passagier bestimmte Zonen des Terminals betreten darf. Zusätzliche manuelle Kontrollen sollen dadurch weitgehend entfallen. Reisende innerhalb der Common Travel Area des Vereinigten Königreichs können sich ohne Unterbrechung durch das Terminal bewegen.

Internationale Passagiere würden nahtlos zu den regulären britischen Einreiseprozessen geleitet, also zu E-Gates oder zu von der UK Border Force unterstützten Kontrollen, heißt es. So ließen sich Passagiere mit unterschiedlichen behördlichen Anforderungen in gemeinsamen Terminalbereichen führen, ohne gegen Grenz- und Luftfahrtvorschriften zu verstoßen, heißt es vom Flughafen.

99 Prozent automatische Abgleichrate

Nach Angaben des Flughafens werden in Terminal 2 inzwischen jeden Monat Zehntausende Passagiere über die biometrische Plattform abgefertigt. Die automatisierten Abgleichraten liegen demnach bei ankommenden wie abfliegenden Reisen stabil bei rund 99 Prozent. Der Flughafen wertet das als Beleg, dass das Modell auch im realen Grenzbetrieb funktioniert.

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