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Futouris nominiert Finalisten für Eco Trophea

Ecomapu Travel, G Adventures und HX Expeditions stehen im Finale der Eco Trophea 2026 des DRV. Die drei Projekte aus Chile, verschiedenen internationalen Zielgebieten und der kanadischen Arktis setzen auf die Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden. Wer den Nachhaltigkeitspreis erhält, wird am 15. Oktober beim DRV-Hauptstadtkongress in Berlin bekannt gegeben.

Das diesjährige Schwerpunktthema lautet "Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden für nachhaltige Entwicklung". Bewertet werden unter anderem wirtschaftlicher Nutzen, soziale Beteiligung und kulturelle Stärkung. Nach Angaben des Jury-Vorsitzenden Harald Zeiss zeigen die Finalisten unterschiedliche Wege auf, um lokale Gemeinschaften stärker am Tourismus zu beteiligen.

Lokale Wertschöpfung in Valparaíso

Ecomapu Travel betreibt seit 2015 ein Community-based-Tourism-Modell im chilenischen Valparaíso. Gastfamilien, Guides und weitere lokale Anbieter entwickeln Angebote gemeinsam mit Reisenden und öffentlichen Institutionen. Jährlich nehmen rund 7.000 Gäste an elf Kleingruppen-Erlebnissen teil. Zum Netzwerk gehören fünf Gastfamilien, 14 Guides und mehr als 20 weitere Anbieter. Laut der Bewerbung verbleiben jährlich rund 80.000 Dollar durch direkte Zahlungen vor Ort.

Bäume und Einkommen

G Adventures verbindet mit "Trees for Days" Aufforstung mit lokalen Arbeits- und Einkommensmöglichkeiten. Für jeden Reisetag eines G-Adventures-Gastes wird ein Baum gepflanzt. Lokale Gemeinschaften wählen die Baumarten, betreiben Baumschulen und steuern die Projekte. Nach Unternehmensangaben wurden bislang 6,6 Millionen Bäume gepflanzt. 224.390 Menschen hätten von den Projekten profitiert, 13.171 davon direkt durch Jobs, Einkommen oder Trainings.

HX setzt auf Inuit-Communitys

HX Expeditions ist mit einem Projekt aus der kanadischen Arktis nominiert. Gemeinden entlang der Northwest Passage wirken an Ausflügen und Routenplanung mit und erzielen daraus direkte Einnahmen. Zwei Reisen brachten im Sommer 2025 laut HX rund 260.000 Euro über von den Gemeinden organisierte Aktivitäten. Weitere 77.000 Euro flossen über optionale, lokal geführte Ausflüge an Beteiligte vor Ort. In die Programme fließen auch traditionelle Zeremonien, Handwerk, Kulturerbestätten und Storytelling ein.