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8. Januar 2023 | 18:18 Uhr
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Reisebüroumsatz 2022 noch 30 Prozent unter Vorkrisenjahr

Die stationären Reisebüros haben im Gesamtjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr ihren Umsatz zwar mehr als verdoppelt, hinter dem Vorkrisenniveau hinken sie aber immer noch deutlich hinterher. Zu den Einnahmen im Jahr 2019 fehlen 30 Prozent des Umsatzes, so der Tats-Reisebürospiegel.

Umsatzkurve Zickzack iStock Igor Kutyaev.jpg

Der Tats-Reisebürospiegel zeigt für 2022 im Vergleich zum Vorjahr ein deutliches Wachstum, zu 2019 aber immer noch ein Minus

Kumuliert betrachtet liegt der gesamte fakturierte Reisebüroumsatz der im Tats-Reisebürospiegel erfassten Agenturen im Jahr 2022 im Vergleich zu 2021 bei plus 144 Prozent. Dabei verzeichnet die Touristik ein Plus von 125 Prozent, die darin enthaltenen Kreuzfahrten legten um 181 Prozent zu. Das bedeutet, dass die klassischen Pauschalreisen deutlich schlechter abgeschnitten haben. Der Umsatz im Flugverkehr wuchs um 176 Prozent, die Zahl der ausgestellten Tickets um 112 Prozent. Das wiederum heißt, die verkauften Tickets waren erheblich teurer als ein Jahr zuvor. Die sonstigen Umsätze kletterten um 105 Prozent.

Zum Jahresende hin schwächte sich das Geschäft ab. Im Dezember 2022 lag der fakturierte Gesamtumsatz nur 72 Prozent über dem Vorjahr. Die Touristik kam sogar nur auf ein Plus von 38 Prozent.

Vor-Corona-Umsätze noch in weiter Ferne

Das dreistellige Umsatzplus im Gesamtjahr 2022 kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die beteiligten Reisebüros noch deutlich weniger umsetzten als im Vorkrisenjahr 2019. Verglichen damit fehlen den Agenturen noch 30 Prozent des Umsatzes. Hier gibt es bei den einzelnen Bereichen keine großen Ausreißer.

Der touristische Auftragseingang im Dezember lässt auf eine Besserung hoffen. Im Dezember 2022 wurde doppelt soviel eingebucht wie im Dezember 2021. Im Vergleich zu Dezember 2019 allerdings immer noch 20 Prozent weniger. Ein ähnliches Bild liefert der touristische Auftragsbestand bis Oktober 2023, dem Ende des touristischen Jahres. Im Vergleich zu Vorjahr steht 34 Prozent mehr Buchungsumsatz in den Systemen, im Vergleich zu 2019 aber immer noch ein Minus von 36 Prozent.

Tats ist ein Backoffice-Dienstleister der Tourismusbranche. Für den monatlichen Reisebürospiegel werden die Buchungs- und Buchhaltungsdaten von rund 2.500 angeschlossenen Reisebüros erfasst.

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