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Solamento-Macher Nitsche launcht Buchungsplattform für Tippgeber

Sascha Nitsche (Foto) baut mit Tripmefy ein Portal für digitale Reiseempfehlungen auf, in das er rund 250.000 Euro investiert hat. Das Ganze richte sich an Menschen mit reichweitenstarken Netzwerken, die Reisen vermitteln möchten, ohne selbst klassische Reisebüroprozesse abzuwickeln. Dahinter steckt Technik, die bei Solamento zum Einsatz kommt, sagt Nitsche im Gespräch mit Counter vor9.

Mit Tripmefy will Solamento-Gründer Sascha Nitsche eine Marktlücke schließen. Das Projekt richte sich an eine breite Zielgruppe, wie Mitarbeiter an Flughäfen, Hoteliers, Reisejournalisten oder generell Micro-Influencer. Diese Personen verfügen laut Nitsche oft über ein hohes Vertrauen in ihren Netzwerken, scheuen jedoch den operativen Aufwand einer klassischen, vollumfänglichen Reiseberatung.

"Teile deine Reisen und verdiene damit Geld", beschreibt Nitsche das Grundprinzip. Und das wichtigste sei, dass nach der Buchung das Tripmefy-Serviceteam die Kundenbetreuung übernehme. "Sollte es Probleme geben, hat der Tippgeber nichts mehr damit am Hut", so Nitsche. Hinter dem Tripmefy-Team steckten bewährte Kräfte aus den hauseigenen Reihen, der Kundenservices von Solasolution und Solamento. Die Geschäftsidee habe er gehabt, da bei Solamento als Spezialist für mobile Reiseberatung viele Bewerber durchs Raster fallen beziehungsweise den Standards nicht genügten. Auch für die sei das neue Portal eine Anlaufstation.

Technik und Buchungsprozess

Tripmefy funktioniert als progressive Web-App (PWA) direkt auf mobilen Endgeräten wie Smartphones, ohne dass eine Installation über einen App-Store notwendig ist. Die Nutzung ist für Anwender und Endverbraucher kostenlos. Technisch greift Tripmefy auf Pauschalreisen großer Veranstalter zurück, die über Peakwork angebunden sind. Die technische Struktur habe er von Solamento einfach übernommen.

Technisch bindet die Plattform im ersten Schritt standardmäßige Pauschalreisen, Citytrips und Hotelangebote über die Peakwork-Hub-Technologie ein. Große Reiseveranstalter, wie TUI oder Alltours, sind direkt angebunden. Dynamisch paketierte Veranstalter bleiben im ersten Prototypen zunächst ausgeschlossen, um den Fokus auf etablierte Standardangebote zu legen.

Zwei verschiedene Modelle

Das System unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Ansätzen für den Vertrieb. Content Creator können entweder eine reine Inspirations-Playlist mit Hotelempfehlungen erstellen oder konkrete Angebote mit festen Reisedaten sowie Preisen anfragen und teilen. Nach Angaben des Gründers haben sich im Vorfeld bereits knapp 400 Interessenten für die Vorabregistrierung der Plattform angemeldet.

Zu beachten ist laut Tripmefy-Gründer, dass es einen Account für private Zwecke gibt, der sich durch die steuerlichen Freibeträge definiert, die bei maximal 250 Euro im Jahr liegen. "Das ist sehr gut, um das Ganze einfach mal auszuprobieren", sagt er. Die zweite Option ist der Business-Account ohne Limit für Prämien, für den eine Gewerbeanmeldung nötig ist. "Man kann jederzeit von privat auf gewerblich wechseln", erklärt der Touristiker.

Je höher der Reisepreis, desto höher die Prämie

Die Höhe der Prämie variiert je nach Reisepreis. Als Beispiel für die Verdienstmöglichkeiten der Tippgeber nennt Nitsche drei Beispiele. Unabhängig vom Ziel erhalten Creator bei einem Reisepreis von 1.750 Euro pro Person eine Prämie von 150 Euro, bei einer Karibik-Reise zum Preis von 3.163 Euro pro Person gibt es 350 Euro Prämie. Und für eine Nur-Hotel-Buchung mit zwei Nächten in Berlin zum Preis von 178 Euro pro Person immerhin 15 Euro.

Fahrplan zum "Go Live" in drei Stufen

Am 5. November ist das Pre-Opening für unsere bereits registrierten User, am 8. öffnet sich Tripmefy für alle. "Und am 29. ist das finale 'Go Live'; denn ab dann geht es richtig in die breite Vermarktung", freut sich Nitsche. "Die Phase zwischen dem 5. und 29. November wollen wir ganz bewusst nutzen, um die Technik im Live-Betrieb zu überprüfen, Erfahrungen zu sammeln und die letzten Dinge zu optimieren. "Bis 2029 soll das Ganze rund laufen und das Investment von rund 250.000 Euro wieder eingespielt haben", so Nitsches Hoffnung.

Sabine Schreiber-Berger