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2. Februar 2026 | 14:51 Uhr
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Verband VDFA löst sich auf und gründet neues Netzwerk

Nach nahezu 30 Jahren ist Schluss: Der Verband Deutscher Ferienhausagenturen (VDFA) hat sich zum Jahresende 2025 aufgelöst. Er vertrat seit 1997 die Interessen kleiner und mittelständischer Ferienhausagenturen und verstand sich als Stimme einer spezialisierten Branchensparte.

Ferienhaus

Die Interessen kleiner und mittelständischer Ferienhausagenturen sollen nun über eine neue Plattform vertreten werden

Zu den zentralen Aufgaben gehörten die Information und Schulung der Mitglieder zu Markt- und Rechtsthemen sowie die Aufklärungsarbeit über Onlinebetrug in der Ferienhausvermietung. Dabei machte der Verband wiederholt deutlich, dass seine Einflussmöglichkeiten begrenzt seien, und appellierte an Politik und Behörden, die Strafverfolgung zu stärken.

Vereinsmodell gilt als überholt

Die Entscheidung zur Auflösung trafen die Mitglieder laut einer Mitteilung gemeinsam. Ausschlaggebend sei die Einschätzung gewesen, dass die klassische Vereinsstruktur den heutigen Anforderungen der Branche nicht mehr gerecht werde. Monika Kowalewski, Präsidentin des VDFA von 2015 bis 2025, spricht von formalen Abläufen, hohem Verwaltungsaufwand und langen Entscheidungswegen. 

Hinzu kam, dass sich die Mitgliederzahlen nicht wie erhofft entwickelten. Zwischenzeitlich entstand mit dem Deutschen Ferienhausverband ein konkurrierender Verband, dem sich auch große Marktteilnehmer anschlossen. Für den VDFA verstärkte sich damit der Eindruck, dass die eigene Organisationsform an Grenzen gestoßen war.

Neustart als Netzwerk Alva

"Wir wollten den Verein beenden, aber nicht unser Netzwerk", sagt Kowalewski. Seit Ende Januar formiert sich unter ihrer Leitung das Netzwerk Alva, die Allianz der Vermietagenturen. Anders als der frühere Verband ist Alva als unternehmerisch geführte Plattform konzipiert.

Ziel sei es, Qualität zu sichern, Wissen zu teilen und die Branche mit praxisnahen Ansätzen und neuen Geschäftsmodellen weiterzuentwickeln, teilt das Bündnis mit. Der enge Austausch unter den Akteuren solle erhalten bleiben – auch ohne Vereinsstruktur.

Christian Schmicke

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