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23. April 2020 | 07:00 Uhr
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Airlines erschweren Erstattungen mit faulen Ausreden

Harsche Kritik an Fluggesellschaften äußert Michael Buller, Vorstand des Verband Internet Reisevertrieb (VIR). Sie wollten "durch das bewusste und absichtliche Erschweren des Refund-Prozesses" Erstattungen an die Kunden hinauszögern und ließen ihre Vertriebspartner im Regen stehen.

"Nur wenige Airlines gestatten derzeit noch einen Refund auf normalem Wege im GDS und damit verbunden auch eine volle Erstattung bei Flugstreichung", erläutert Michael Buller. "Es ist eine Unverschämtheit, dass Tools, die den Refund-Prozess erleichtern, von Marktteilnehmern gezielt abgeschaltet wurden." Das Argument, angeblich seien Systeme überlastet, lässt der Digital-Experte nicht gelten. "Dies ist eine völlig an den Haaren herbeigezogene Argumentation."

Viele Fluggesellschaften gestatteten Reiseveranstaltern, Ticket-Großhändlern und Reisebüros derzeit die Einreichung von Refunds nur noch via BSP-Link. Dieser Weg sei vergleichbar mit einer Anfrage an die jeweilige Fluggesellschaft, bei der die Genehmigung zur Gutschrifterstellung abgewartet werden müsse. Es gebe auch kaum Informationen, ob und wann mit einer Erstattung zu rechnen sei. Manche Vertriebspartner rechnen mit sechs Monaten.

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