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9. Mai 2022 | 16:29 Uhr
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Studiosus und Chamäleon machen CO2-Ausstoß transparent

Der Münchener Studienreiseveranstalter Studiosus veröffentlicht in seinen Reisekatalogen den CO2-Fußabdruck. Auch Gruppenreiseanbieter Chamäleon kündigt an, die CO2-Emission für jede einzelne Chamäleon-Reise detailliert auszuweisen.

CO2-Fußabdruck

Studiosus und Chamäleon versprechen Transparenz in Sachen CO2-Ausstoß

Erstmals gelte dies für den am 6. Mai erschienenen Katalog "Inspirationen 2022", der 45 gut gebuchte Reisen in mehr als 25 Länder weltweit bündelt, heißt es von Studiosus. Auch im Eventreisen-Katalog "Kultimer", der Ende Juni auf den Markt kommt, sowie bei allen im Herbst erscheinenden Katalogen für die Saison 2023 würden die CO2-Emissionen genannt.

Kunden können Anreisearten auf Klimawirksamkeit vergleichen

Bei einer achttägigen Busreise an die Loire in Frankreich fallen nach Angaben des Veranstalters zum Beispiel 383 Kilogramm CO2-Äquivalent an, bei einer achttägigen Jordanien-Tour mit Fluganreise sind es 1,53 Tonnen CO2-Äquivalent. In vielen Zielgebieten in Europa schreibt Studiosus zudem alternativ zur Flug- auch die Bahnanreise aus. In diesen Fällen können Kundinnen und Kunden die Anreisearten in puncto Klimawirksamkeit vergleichen und das in ihre Entscheidung einfließen lassen. Was das konkret heiße, zeige folgendes Beispiel, so Firmenchef Peter-Mario Kubsch: Bei der achttägigen Italienreise von Studiosus "Toskana – Höhepunkte" ergäben sich mit Fluganreise 696 Kilogramm CO2-Äquivalent, bei der Anreise mit der Bahn seien es dagegen nur 383 Kilogramm CO2-Äquivalent.

Chamäleon stellt mehr Regenwald unter Schutz

Auch Chamäleon will ab sofort die CO2-Emission für jede einzelne Chamäleon-Reise detailliert ausweisen. Berechnet wird sie mit "Carmacal", einer speziell für Reiseanbieter entwickelten Anwendung. Auf Basis der Emissionen jeder Reise berechne man, wie groß die geschützte Regenwald-Fläche sein müsse, um den Ausstoß auszugleichen, sagt Chamäleon-Gründer Ingo Lies. Ein Team von Wissenschaftlern habe im Auftrag von Chamäleon im ecuadorianischen Regenwald ermittelt, wie viel Kohlenstoff im Wald gebunden sei. Je nach CO2-Fußabdruck einer Reise stelle Chamäleon die entsprechende Fläche Regenwald unter Naturschutz und helfe so, die Artenvielfalt zu erhalten. Durch die neue, wissenschaftlich fundierte Berechnungsgrundlage werde die geschützte Fläche von bisher 100 Quadratmetern pro Gast durchschnittlich verdoppelt, so Lies.

Studiosus kompensiert alle Emissionen

Studiosus kompensiert neben den Bus-, Bahn- und Schiffsfahrten seit 2021 auch die Flüge ins und im Zielgebiet und die Hotelübernachtungen inklusive der Verpflegung. Dazu rechnet der Veranstalter nach eigenen Angaben die entstehenden Treibhausgas-Emissionen in einen Geldwert um und finanziert den Bau von Biogasanlagen in Nepal in Höhe des ermittelten Betrags. Zur Berechnung berücksichtige Studiosus nicht nur CO2-Emissionen, sondern auch andere relevante Treibhausgase wie Methan und Lachgas, erklärt Kubsch. Deren Klimawirksamkeit werde auf CO2-Emissionen umgerechnet (CO2-Äquivalente) und entsprechend kompensiert.

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