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13. Oktober 2021 | 07:00 Uhr
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Mailen

Ryanair bestraft Passagiere, die ihr Geld zurückholten

Der irische Billigflieger soll Kunden, die sich in der Coronapandemie ihre gezahlten Gelder für Flüge, die sie nicht antreten konnten, über ihr Kreditkartenunternehmen zurückholten, bei Neubuchungen das Boarding verweigert haben. Betroffenen Passagieren soll Ryanair erklärt haben, sie dürften erst in den Flieger steigen, wenn sie für das alte Ticket nachzahlen würden.

Ryanair Firmensitz

Ryanair lässt den Streik über Rückerstattungen mit Kunden offenbar eskalieren

Für rüde Geschäftspraktiken ist Ryanair schon länger bekannt. Doch die nun aufgetauchten Fälle, die das Portal Money Saving Expert aufgedeckt haben will, zeigt eine neue Dimension. Demnach liegt die Sache offenbar so: Während der Pandemie bediente Ryanair eine Reihe von Strecken weiter, obwohl die betroffenen Kunden in das entsprechende Reiseziel aufgrund von Corona-Beschränkungen gar nicht mehr einreisen konnten. Weil die Flüge weiterhin stattfanden, verweigerte Ryanair die Erstattung des Flugpreises.

Einige Kreditkartenunternehmen ließen die Beträge daraufhin offenbar dennoch erfolgreich zurückbuchen. Einige der Kunden, denen das gelungen war, buchten nun offenbar erneut Flüge mit Ryanair. In mindestens drei Fällen soll Ryanair ihnen mitgeteilt haben, die Buchung werde nur akzeptiert, wenn sie das Geld für den Flug, den sie nicht antreten konnten, an die Airline zahlten. In mindestens einem Fall soll das erst kurz vor dem Start erfolgt sein. Es sei zudem über dutzende ähnliche Fälle berichtet worden, heißt es.

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