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11. August 2020 | 18:23 Uhr
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Schleppende Ticketerstattung bleibt für Airlines ohne Folgen

Zwar wurden in diesem Jahr bislang 648 Verfahren wegen Verfehlungen eingeleitet, doch verhängte das Luftfahrtbundesamt bis Ende Juni lediglich einen einzigen Bußgeldbescheid gegen eine europäische Airline, weil sie ihren Informationspflichten nicht nachgekommen war. Die Masse, der noch immer nicht oder verspätet erstatteter Rückzahlungen blieb ohne Konsequenzen.

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, über die das "Handelsblatt" berichtete. Demnach führte das LBA in Braunschweig vor allem wegen abgesagter (375) und verspäteter (245) Flüge Ordnungswidrigkeitsverfahren durch. Von 1.470 zu bearbeitenden Anzeigen hätten sich rund 700 um Ticketerstattungen gedreht, heißt es vom LBA. Diese müsste eigentlich innerhalb von sieben Tagen erfolgen. Betroffen sind insgesamt Millionen von Airline-Kunden.

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