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16. September 2020 | 16:23 Uhr
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Super-Spreaderin von Garmisch bringt Hoteliers in Nöte

Die 26-jährige US-Amerikanerin, die sich infiziert ins Nachtleben der bayerischen Gemeinde stürzte und im Edelweiss Lodge & Resort arbeitet, löst gleich bei zwei weiteren Häusern im Ort eine Stornierungswelle aus. Denn neben dem von den US-Streitkräften betriebenen Hotel, in dem Corona nun grassiert, gibt es ein weiteres Hotel Edelweiß in Garmisch, das der Bundeswehr gehört, sowie ein drittes namens Hotel Almenrausch & Edelweiß. Beide erhalten unverschuldet massenhaft Absagen, die Wirte sind verzweifelt.

Der "Merkur" zitiert den Wirt des Hotels des Sozialwerks der Bundeswehr, Karsten Handrup, mit den Worten, seit Samstag sei kein einziger Gast mehr angereist und viele hätten umgebucht. Zudem müsse er täglich in 15 bis 20 Telefonaten erklären, "dass wir nicht das Hotel mit den Infizierten sind".

Dem Betreiber des Hotels Almenrausch & Edelweiß, Maximilian Härtl, geht es laut "Merkur" ähnlich wie seinem Kollegen. „Wir waren zuletzt gar nicht schlecht gebucht, sagte er dem Blatt. "Aber seit Samstag ist es vorbei.“ Viele Gäste riefen an, weil sie Angst hätten. Wenn er Kontakt aufnehmen könne, lasse sich die Sache bereinigen. Doch zahlreiche Kunden stornierten, ohne sich zu erkundigen.

Im Edelweiss Lodge & Resort waren nach dem Ausflug der infizierten Mitarbeiterin mindestens 24 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

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