Fluglotsenmangel bedroht Hochsaison auf den Kanaren
Auf El Hierro, Lanzarote, Fuerteventura und La Palma fehlen nach Angaben der Fluglotsengewerkschaft USCA Beschäftigte. Die Engpässe könnten in der bevorstehenden Hochsaison zum Problem werden, zumal der Flugverkehr weiter wächst. So sieht die Gewerkschaft neben betrieblichen Folgen auch Risiken für die Flugsicherheit.
iStock/travelview
Auf vier kanarischen Flughäfen, hier der von Lanzarote, können zur Hauptsaison Engpässe lauern
Besonders deutlich sei der Personalmangel nach Angaben der USCA auf Lanzarote und Fuerteventura, berichtet das spanische Fachportal Preferente. Auf Lanzarote arbeiten derzeit zwölf Fluglotsen, fünf weniger als zu Zeiten der öffentlichen Verwaltung. Fuerteventura kommt auf zehn statt wie früher auf 15. Auf La Palma seien acht Lotsen im Einsatz, zwei weniger als zuvor, El Hierro verfüge über sechs. Auf El Hierro hatte der Personalmangel bereits zu verkürzten Betriebszeiten geführt. Flughafenbetreiber Aena kündigte daraufhin Sanktionen gegen den privaten Flugsicherungsanbieter Saerco an, der den Dienst an allen vier Flughäfen verantwortet.
Verstärkung kurzfristig kaum möglich
Die USCA warnt, dass die Besetzung der Lotsenstellen auch eine Sicherheitsfrage sei. Zusätzliche Beschäftigte könnten zum Beginn der Hochsaison kaum noch bereitstehen, da Auswahl und Ausbildung Zeit benötigten. Gleichzeitig steigt das Verkehrsaufkommen. Im Juli wurden auf den Kanaren 37.063 Flüge gezählt, 3,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In der Wintersaison erwartet die Gewerkschaft ein noch höheres Volumen.
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