In der Golfregion heben wieder erste Flüge ab
Nach der Luftraumsperrung im Zuge der Nahost-Krise hebt Emirates wieder mit einzelnen Maschinen ab. Am Dienstag starteten mehrere Jets von Dubai nach Europa, darunter ein Airbus A380 nach Frankfurt sowie ein Flugzeug nach München. Auch Etihad plant Rückführungsflüge. Die Bundesregierung bereitet eine eigene Rückholaktion vor.
Emirates
Emirates hat erste Flüge von Dubai wieder aufgenommen
Nach Tagen nahezu kompletter Luftraumsperrung kommt Bewegung in den Flugverkehr über der Golfregion. Seit Montag führt Emirates wieder eine "begrenzte Anzahl von Flügen" durch, wie die Airline auf ihrer Website meldet. Vorrang erhalten Kunden mit bestehenden Buchungen. Wer auf einen dieser Flüge umgebucht wurde, werde direkt informiert, teilt die Airline mit. Alle anderen Verbindungen bleiben zunächst ausgesetzt.
Am Dienstag starteten mehrere Maschinen von Dubai in Richtung Europa. Emirates verweist auf die dynamische Lage. Die Sicherheit von Passagieren und Mitarbeitern habe oberste Priorität. Kunden sollen nur nach Benachrichtigung zum Flughafen kommen, da alle Check-in-Stellen in Dubai vorübergehend geschlossen sind.
Etihad und Qatar warten ab
Etihad Airways setzt Linienflüge von und nach Abu Dhabi noch bis Donnerstag, 5. März, aus. Möglich seien jedoch "einige Repositionierungs-, Fracht- und Rückführungsflüge" in Abstimmung mit den Behörden und vorbehaltlich strenger Genehmigungen, teilte die Airline auf dem Portal X mit.
Qatar Airways hält den Flugbetrieb wegen der Luftraumsperrung weiterhin ausgesetzt. Ein weiteres Update kündigte die Airline für den 4. März um 9 Uhr Ortszeit in Doha an. Bei Lufthansa und Condor gilt weiterhin der Stand vom Montag, das heißt zurzeit keine Flüge in das Gebiet.
Bundesregierung und Veranstalter aktiv
Die Bundesregierung kündigte eine Rückholaktion für gestrandete Deutsche in der Golfregion an. Vorrang hätten "vulnerable Personen" wie Kinder, Kranke und Schwangere. Nach Angaben von Außenminister Johann Wadephul sollen Chartermaschinen nach Muscat in Oman und nach Riad in Saudi-Arabien geschickt werden. Man stehe dazu im Kontakt mit Lufthansa und TUI.
Auch Veranstalter organisieren eigene Lösungen. So seien Sonderflüge aus Dubai und Abu Dhabi geplant, sofern die Sicherheitslage es zulasse. Reisen in Nahost-Gebiete mit bestehender Reisewarnung sind bei Dertour bis einschließlich 8. März abgesagt. Pauschalreisegäste können kostenfrei umbuchen oder erhalten den Reisepreis zurück. Für Transitpassagiere, etwa von den Malediven, organisiert der Veranstalter einen Vollcharter und einen Teilcharter. Weitere Flüge werden geprüft.
Keine zusätzlichen Kosten für Pauschalreisende
TUI-CEO Sebastian Ebel versicherte am Dienstag, dass Pauschalreisenden für notwendige verlängerte Hotelaufenthalte in der Golfregion oder an sonstigen Urlaubsorten keine zusätzlichen Kosten entstünden. Entsprechend äußerte sich auch Alltours-Geschäftsführer Georg Welbers.
Christian Schmicke
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