Luftraumsperre in der Karibik verursacht Flugausfälle
Nach dem US-Militärschlag gegen Venezuela haben die USA große Teile des karibischen Luftraums gesperrt. Dies betraf vor allem Flüge zwischen den USA und Karibikinseln, rund 700 Flüge wurden gestrichen. Die Beschränkungen laufen inzwischen aus, der venezolanische Luftraum bleibt geschlossen.
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Der Flugraum über Venezuela bleibt weiterhin gesperrt
Die Sperrung des karibischen Luftraums hat am Wochenende zu massiven Störungen im Flugverkehr geführt. Hintergrund ist die Militäraktion der USA in Venezuela und die Festnahme von Machthaber Nicolás Maduro. Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration untersagte aus Sicherheitsgründen Flüge nicht nur über Venezuela, sondern auch im Korridor zwischen dem Land und den USA.
Insgesamt wurden rund 700 Flüge zwischen US-Airports und Karibikzielen gestrichen. Besonders betroffen war Puerto Rico mit etwa 300 Ausfällen. Am Flughafen JFK in New York zählte die Statistik 125 gestrichene Karibikflüge. Auch Curaçao, Aruba, Trinidad und Tobago, Guadeloupe und Martinique waren betroffen, berichtet das spanische Fachportal Preferente.
Auch Langstreckenverbindungen wurden beeinträchtigt. Mindestens zwei Boeing 787 von TUI auf dem Weg von Großbritannien nach Barbados kehrten über dem Atlantik um und flogen nach Birmingham und Manchester zurück.
Die FAA gab Teile des karibischen Luftraums mit Beginn des Sonntags wieder frei. Der venezolanische Luftraum bleibt jedoch weiter gesperrt. Die europäische Luftfahrtbehörde European Union Aviation Safety Agency rät Fluggesellschaften, den venezolanischen Luftraum "in jeder Höhe“ zu meiden, da weiterhin Luftabwehrsysteme aktiv seien.
Christian Schmicke