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17. Juni 2019 | 07:00 Uhr
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Schiffsattacken im Golf von Oman lassen Reedereien noch kalt

Die Kreuzfahrtgesellschaften beobachten die Lage in der Region nach den Angriffen auf zwei Tankschiffe nach eigenen Angaben aufmerksam. Akuter Handlungsbedarf bestehe aber nicht, weil erst im Herbst wieder Schiffe durch den Golf von Oman fahren sollen, heißt es auf Anfrage.

An den Golf von Oman grenzen im Norden der Iran und Pakistan, im Westen die Vereinigten Arabischen Emirate und im Süden das Sultanat Oman. Nach den jüngsten Angriffen auf Öltanker, deren Urheberschaft bislang ungeklärt ist, schrillen auch bei Kreuzfahrtreedereien die Alarmglocken. Ihnen bleibt allerdings Zeit, um die Entwicklung der Lage vor Ort unter Sicherheitsaspekten zu prüfen, denn in den Sommermonaten sind in der Regel keine Kreuzfahrtschiffe zu Zielen wie Dubai oder Muskat unterwegs.

TUI Cruises erklärt auf Anfrage von Reise vor9, man beobachte die Lage im Orient "sehr aufmerksam". Dafür stehe die Reederei "in direktem und täglichem Kontakt mit nationalen und internationalen Sicherheitsbehörden sowie mit lokalen Partnern". Im Herbst werde die "Mein-Schiff"-Flotte wieder im Orient unterwegs sein. "Sollte sich die Sicherheitslage dann als kritisch erweisen, werden wir im Hinblick auf die Sicherheit von Gästen und Besatzung kurzfristig darauf reagieren", versichert eine Sprecherin. Ebenso äußert sich die Schwestergesellschaft Hapag-Lloyd Cruises.

Auch Aida Cruises erklärt, man beobachte die Lage vor Ort genau. Die Rostocker Reederei plant die ersten Anläufe in der Region laut Katalog ab November. Von MSC Cruises heißt es ebenfalls, die Schiffe der Flotte hätten das Fahrgebiet im März verlassen und kehrten planmäßig erst Ende November wieder dorthin zurück. Von Royal Caribbean Cruises heißt es ebenfalls, die Reederei habe derzeit keine Schiffe in der Gegend. Die nächste geplante Überfahrt finde im Oktober statt. Man werde die Situation weiterhin beobachten und Gäste bei Bedarf über Änderungen des Reiseverlaufs informieren.

Christian Schmicke

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