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7. Dezember 2021 | 19:52 Uhr
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Staus in deutschen Städten nehmen wieder zu

Nach der aktuellen Staustudie der Verkehrs-Analyseplattform Inrix verloren deutsche Autofahrer dieses Jahr im Schnitt 40 Stunden im Stau; 2020 waren es nur 26. München ist "Spitzenreiter", wo Pendler und Reisende 79 Stunden im stehenden Verkehr verbrachten.

Stau

Es gibt wieder mehr Staus in deutschen Städten

Die Staustudie des Dienstleister Inrix identifizierte und bewertete Stau- und Mobilitätstrends in mehr als 1.000 Städten in 50 Ländern im Jahr 2021. Auch dieses Jahr hielt demnach die Pandemie die Welt weiter in Atem, allerdings stieg mit dem Start der Impfkampagne die Mobilität zuletzt wieder stark an. Besonders deutlich wird der Umschwung im Vergleich zum letzten Jahr, als der Verkehr in den Innenstädten auf das ganze Land gerechnet um 40 Prozent zurückgegangen war.

In Städten wie Nürnberg (+29%), München (+15%) und Düsseldorf (+16%) nahmen die Fahrten in die Innenstädte über das Jahr 2021 gerechnet, verglichen mit Februar 2020, sogar zu. Mit Blick auf den Jahresverlauf zeigt sich laut der Auswertung, dass die weitreichenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen seit Juni zu einem deutlichen Anstieg und manchmal sogar zu einer Zunahme des Innenstadtverkehrs im Vergleich zum Vorkrisenniveau führten.

So ruhig wie 2020 wurde es nicht mehr

Interessanterweise fiel das Verkehrsaufkommen in den Innenstädten zu keinem Zeitpunkt unter das Niveau der ersten Welle. Nach diesem Einschnitt im Monat April 2020 variierte die Verkehrsdichte zwar je nach den geltenden Mobilitätsrestriktionen stark, die durchschnittlich 40 Prozent Rückgang aus dem Vorjahr blieben allerdings unerreicht. So hatte sich zum Beispiel der Innenstadtverkehr im April 2020 in München mehr als halbiert, um dann im September letzten Jahres wieder auf das Vorkrisenniveau zu steigen. In der zweiten Welle im Februar 2021 ging der Innenstadtverkehr dann wieder um 19 Prozent zurück, allerdings nicht so stark wie im April 2020.

Neuzugänge in den "Top Ten"

Deutschlandweit gesehen verbrachten Pendler im Durchschnitt eine komplette Arbeitswoche, also 40 Stunden im Auto. Das sind 14 Stunden mehr als 2020, aber immer noch sechs Stunden weniger als 2019. In München verloren Autofahrer mit 79 Stunden jährlich am meisten Zeit, gefolgt von Berlin (65 Stunden) und Hamburg (47 Stunden). Neu in der Top-Ten-Liste sind unter anderem das viertplatzierte Potsdam (46 Stunden), Pforzheim (44 Stunden) und Dresden mit 41 Stunden.

In Potsdam seien die Verzögerungen voraussichtlich auf größere Baustellen und Vollsperrungen wie den Umbau des Leipziger Dreiecks zurückzuführen, räumen die Autoren der Staustudie ein. Auch in Dresden hätten wahrscheinlich mehrere Baustellen an verschiedenen Orten in der Stadt, wie der Bautzner Straße, erheblich zur Einschränkung des Verkehrsflusses beigetragen.