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27. Mai 2021 | 18:35 Uhr
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Streit nach Belarus-Zwangslandung spitzt sich zu

Die russischen Behörden haben Flügen von Air France und Austrian Airlines keine Genehmigung für eine Änderung ihrer Flugrouten erteilt, um den Luftraum von Belarus zu meiden. Ein belarussisches Flugzeug musste unterdessen auf dem Weg nach Spanien umkehren, weil Frankreich ihm die Nutzung seines Luftraums untersagte. Mittlerweile hat die staatliche Airline Belavia alle EU-Flüge abgesagt.

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Nach der staatlich angeordneten Zwangslandung einer Ryanair-Maschine im belarussischen Minsk spitzt sich der Streit zwischen der EU und Belarus zu. Auch die russische Regierung hat dabei offensichtlich ihre Finger im Spiel. So musste AUA am Donnerstag einen geplanten Flug von Wien nach Moskau absagten, weil Russland einer Änderung der Flugroute zur Vermeidung des Luftraums von Belarus nicht zustimmte. „Eine Änderung von Flugrouten muss behördlich genehmigt werden. Die russischen Behörden haben uns diese Genehmigung nicht erteilt“, zitiert die Nachrichtenagentur "Apa" eine Sprecherin.

Air France hatte am Mittwoch berichtet, ein Flug einem Flug von Paris nach Moskau habe "aus betrieblichen Gründen im Zusammenhang mit der Umgehung des belarussischen Luftraums" und der Erfordernis einer "neuen Genehmigung der russischen Behörden zur Einreise in ihr Hoheitsgebiet" gestrichen werden müssen.

Frankreich lässt Belavia-Flieger nicht rein

Die belarussische Regierung hat den französischen Behörden ihrerseits "Luftpiraterie" vorgeworfen, nachdem eine Maschine der staatlichen Fluggesellschaft Belavia auf dem Weg von Minsk nach Barcelona hatte umkehren müssen. Die französischen Luftfahrtbehörden hätten der belarussischen Maschine untersagt, den französischen Luftraum zu durchfliegen, zitierte der "Spiegel" den Sprecher des belarussischen Außenministeriums, Anatoly Glas. Das sei "absolut ungeheuerlich und unmoralisch". Laut Belavia musste die Maschine mit 56 Passagieren an Bord zwei Stunden lang Schleifen in der Nähe der polnischen Grenze fliegen, bevor die Maschine schließlich nach Minsk zurückgekehrt sei. Die Mehrheit der Passagiere seien EU-Bürger gewesen.

Belavia hat inzwischen alle Flüge nach Deutschland eingestellt. Frankfurt, Berlin, Hannover und München würden ab sofort nicht mehr angeflogen, teilte sie am Donnerstag mit. Betroffen sind auch Flüge in sechs weitere EU-Länder: Polen, Italien, Österreich, die Niederlande, Spanien und Belgien. Die Flüge sind vorerst bis Ende Oktober ausgesetzt. Die Tickets könnten zurückgegeben oder umgetauscht werden, meldete das "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

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