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31. Januar 2020 | 07:00 Uhr
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Weltkalender: Worauf Reisende im Februar achten sollten

Ägypten gedenkt dem Tag der Revolution, Brasilien feiert Karneval und in Sri Lanka begeht man den Tag der Unabhängigkeit von Großbritannien: Im Februar stehen weltweit viele Wahlen und Jahrestage mit Potenzial für Beeinträchtigungen für Reisende an. Die Experten von International SOS haben sie für Reise vor9 zusammengetragen.

Ägypten Proteste Kairo Tahrir-Platz

Am 11. Februar jährt sich in Ägypten der Jahrestag der Revolution; mit Kundgebungen wie hier auf dem Tahrir-Platz in Kairo ist zu rechnen

Wahlen und Abstimmungen

Bangladesch: Am 1. Februar werden in der Hauptstadt Dhaka Kommunalwahlen abgehalten. Reisende werden zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen, im Vorfeld und am Wahltag selbst sind Straßensperren wahrscheinlich.

Guinea: Der 16. Februar ist der neue Termin für die verschobenen Parlamentswahlen. Größere Proteste der Opposition im Vorfeld der Wahlen werden insbesondere für die Hauptstadt Conakry erwartet. Da es zu Unruhen kommen kann, sollten Reisende Menschenansammlungen meiden.

Kamerun: Für den 9. Februar sind Parlaments- und Kommunalwahlen geplant. Reisende sollten im Umfeld des Wahltages Menschenansammlungen meiden, da es zu Unruhen kommen könnte. Während des Wahlkampfs und des Wahltages ist in der Hauptstadt Yaoundé sowie in der Wirtschaftsmetropole Douala mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen zu rechnen.

Togo: Während der Präsidentschaftswahlen am 22. Februar sind erhöhte Sicherheitsvorkehrungen und Kundgebungen zu erwarten. Reisende sollten sich auf längere Reisezeiten einstellen und Menschenansammlungen meiden.

Jahrestage und Feiertage mit Potenzial für Störungen

Afghanistan: Am 15. Februar Tag der Befreiung. Zusätzlich zur allgemein angespannten Lage im Land sollten Reisende am Jahrestag des Abzugs der sowjetischen Truppen mit verstärkten Sicherheitsmaßnahmen, Straßensperrungen und Störungen des Alltagsbetriebs rechnen. 

Ägypten: Am 11. Februar Jahrestag der Revolution. An diesem Tag jährt sich der Sturz des damaligen Staatspräsidenten Hosni Mubarak am 11. Februar 2011. Reisende sollten mit Kundgebungen und Demonstrationen rechnen, die auch gewaltsam verlaufen können – es empfiehlt sich daher, sich über aktuelle Ereignisse vor Ort zu informieren und Menschenansammlungen zu meiden.

Armenien: Vom 27. bis 28. Februar Jahrestag des Pogroms in Sumgait. In Erinnerung an die anti-armenische Pogrome in Sumgait im Jahr 1988 sind in ganz Armenien Kundgebungen möglich. Reisende sollten sich über aktuelle Ereignisse am Standort informieren und Menschenansammlungen meiden.

Aserbaidschan: Am 26. Februar Jahrestag des Massakers von Chodschali. Der Jahrestag der Ereignisse in Khojaly im Jahr 1992, bekannt als Massaker von Chodschali, bei denen mehrere hundert ethnisch-aserbaidschanische Zivilisten getötet wurden. Da große Gedenkkundgebungen zu erwarten sind, sollten Reisende sich über aktuelle Ereignisse am Standort informieren und Menschenansammlungen meiden.

Bahrain: Am 14. Februar Jahrestag der Unruhen von 2011. Am Jahrestag der Proteste gegen die Regierung kann es zu neuen Demonstrationen kommen. Es empfiehlt sich, diese Kundgebungen zu meiden.

Brasilien: Vom 21. bis 25. Februar Karneval. In den großen Städten ist während des Karnevals mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen, mit Unterbrechungen des öffentlichen Verkehrs und erhöhtem Kriminalitätsrisiko zu rechnen. Außerdem kommt das öffentliche Leben stellenweise praktisch zum Erliegen.

Iran: Am 11. Februar Jahrestag der Revolution. Angesichts der weltpolitischen Spannungen, in deren Mittelpunkt der Iran gegenwärtig steht, sollten Reisende sich an diesem Tag mit größter Vorsicht bewegen, sich über aktuelle Ereignisse vor Ort informieren und Menschenansammlungen meiden.

Japan: Am 11. Februar National Foundation Day. Der Tag, auf Japanisch Kenkoku Kinen no Hi, feiert die mythische Staatsgründung im Jahr 660 v. Chr. An diesem nationalen Feiertag sollten Reisende mit Einschränkungen rechnen.

Libanon: Am 14. Februar Jahrestag der Ermordung von Rafic Hariri. Es ist wahrscheinlich, dass Unterstützer der Regierung zum Jahrestag der Ermordung des ehemaligen Premierministers Rafiq Hariri im Jahr 2005 Kundgebungen organisieren. Es empfiehlt sich, diese Kundgebungen zu meiden.

Mexiko: Am 5. Februar Tag der Verfassung. Der Tag ist ein nationaler Feiertag. Reisende sollten mit Einschränkungen rechnen, etwa geschlossenen Geschäften und Behörden.

Neuseeland: Am 5. Februar Waitangi Day. Der Tag, der an die faktische Gründung des Staates durch die Unterzeichnung des Vertrags von Waitangi im Jahr 1840 erinnert, ist ein Nationalfeiertag. Reisende sollten mit feiertagsüblichen Einschränkungen rechnen.

Pakistan: Am 5. Februar Kashmir Solidarity Day. Der „Tag der Solidarität mit Kaschmir“ ist ein Nationalfeiertag, der für die Abspaltung der Region von Indien wirbt. Reisende sollten mit Einschränkungen rechnen, etwa geschlossenen Geschäften und Behörden.

Sri Lanka: Am 4. Februar Jahrestag der Unabhängigkeit. Der Tag der Unabhängigkeit von Großbritannien (1948) ist ein Nationalfeiertag und wird üblicherweise gefeiert. Reisende sollten mit feiertagsüblichen Einschränkungen rechnen, etwa Verkehrsbehinderungen oder geschlossenen Geschäften und Behörden.

Ukraine: Vom 18. bis 21. Februar Jahrestag der Euromaidan-Proteste. Reisende sollten mit Veranstaltungen und Versammlungen zum Gedenken an die Proteste rechnen, die im Februar 2014 zum Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch führten.

USA: Am 17. Februar Presidentsʼ Day. Der Tag ist in vielen US-Bundestaaten ein Feiertag. Reisende sollten mit feiertagsüblichen Einschränkungen rechnen, etwa geschlossenen Geschäften und Behörden.

Änderungen der Travel Risk Map

Nicaragua: Die Sicherheitsexperten von International SOS senken die Bewertung des Reisesicherheitsrisikos in den Provinzen Managua und Masaya von Hoch auf Mittel, um der sinkenden Zahl politischer Unruhen und damit verbundener Gewalt Rechnung zu tragen, insbesondere im Vergleich zu 2018. Reisen in Gebiete mit der Risikoeinstufung Mittel können mit üblichen Vorsichtsmaßnahmen stattfinden.

Die Angaben über bevorstehende Ereignisse in der Welt und zur Travel Risk Map stammen vom medizinischen und Sicherheitsspezialisten International SOS und werden jeden Monat exklusiv für Reise vor9 zusammengestellt.

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