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3. Mai 2019 | 07:00 Uhr
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Weltkalender: Worauf Reisende im Mai achten sollten

Der Ramadan steht an und beeinträchtigt Reisen in muslimische Länder. In Israel bergen Jahrestage Gefahren für Reisende. In Thailand gedenkt man der Niederschlagung der "Red Shirts". Ein Blick auf die Welt vom medizinischen und Sicherheitsdienstleister International SOS.

Wahlen und Abstimmungen

In Panama stehen am 5. Mai 2019 Parlamentswahlen an, auf den Philippinen am 13. Mai und auf Madagaskar am 27. Mai. In Südafrika werden am 8. Mai sowohl das nationale Parlament als auch die Parlamente der Provinzen Bloemfontein, Cape Town, Durban, Johannesburg, Nelspruit, Polokwane, Port Elizabeth, Pretoria und Rustenburg neu gewählt.

Jahrestage und Feiertage mit Potenzial für Störungen

Muslimische Länder: Vom 6. Mai bis 4. Juni ist Ramadan. Der im Islam heilige Monat bedeutet für Reisende mit Tätigkeiten in mehrheitlich muslimischen Ländern besondere Herausforderungen. Während sich in vielen Regionen die Geschäftstätigkeiten verlangsamen und Öffnungszeiten von öffentlichen Einrichtungen, Banken und auch privaten Unternehmen verkürzt werden, erhöht sich unter anderem auch das Risiko von Kriminalität und militanten Aktivitäten. In den Tagen vor Eid al-Fitr, dem Ende des Ramadan, nimmt zudem die Reisetätigkeit signifikant zu und es kommt zu Staus, Verspätungen, überfüllten Flughäfen sowie Bussen.

Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Georgien, Kasachstan, Kirgisistan, Moldawien, Russland, Tadschikistan, Turkmenistan, Ukraine: Siegestag am 9.Mai. Am Tag des Sieges der Roten Armee über das Deutsche Reich sind Feiern und Verkehrsbehinderungen zu erwarten. Reisende sollten Menschenansammlungen meiden.

Israel: Unabhängigkeitstag Yom Haatzmaut am 9. und 10. Mai. Insbesondere in Städten wie Eilat, Haifa, Jerusalem und Tel Aviv sollten Reisende mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen insbesondere im Umfeld von Gedenkveranstaltungen und religiösen Stätten rechnen.

Israel und Palästinensergebiete: Nakba (Tag der Katastrophe) am 15. Mai. Der Tag erinnert an die Flucht und Vertreibung von etwa 700.000 Palästinensern aus dem früheren östlichen Mandatsgebiet Palästina nach der israelischen Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1948. Proteste sind möglich – Reisende sollten Menschenansammlungen meiden.

Thailand: Jahrestag der „Red-Shirts“-Niederschlagung in Bangkok am 19. Mai. An der Kreuzung Ratchaprasong, wo im Jahr 2010 Sicherheitskräfte gewaltsam gegen Proteste der United Front for Democracy against Dictatorship („Red Shirts“) vorgingen, muss mit Demonstrationen gerechnet werden. Reisende sollten an diesem Tag den Bereich der Kreuzung meiden.

Änderungen der Travel Risk Map

Sudan: Die Sicherheitsexperten von International SOS und Control Risks haben das Rating für die Region Darfur im Sudan von Extrem auf Hoch gesenkt. Die Änderung erfolgte auf Grund der Schwächung der Rebellengruppen, einseitiger Einstellung der Feindseligkeiten, Abrüstungskampagnen und Friedensbemühungen. Wie durch eine Beurteilung vor Ort bestätigt, machen geeignete Unterkünfte, Transportmöglichkeiten und professioneller Sicherheitsunterstützung die Reise nach Darfur im Rahmen eines umfassenden und vollständig koordinierten Sicherheitsprogramms möglich. Reisen in ländliche Gebiete erfordern erweiterte Maßnahmen, alle Reisen nach Jabal Marra – wo es regelmäßig Zusammenstöße zwischen Militär und bewaffneten Gruppen gibt – sollten verschoben werden.

Die Angaben über bevorstehende Ereignisse in der Welt und zur Travel Risk Map stammen vom medizinischen und Sicherheitsspezialisten International SOS und werden exklusiv für Reise vor9 zusammengestellt.