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30. November 2021 | 15:16 Uhr
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Worauf Reisende im Dezember achten sollten

Es wird wieder häufiger in der Welt gereist, auch wenn das Reisegeschehen gerade wieder zu erlahmen droht. Weil Wahlen und Jahrestage bisweilen Konflikte schüren, ist es ratsam, die Termine im Auge zu behalten. Die Daten für den Weltkalender im Dezember haben die Sicherheitsexperten von International SOS für Reise vor9 zusammengestellt.

Hong Kong

Hongkong feiert am 10. Dezember den Tag der Menschenrechte. Angesichts der restriktiven Maßnahmen durch China gibt es zahlreiche Gründe für mögliche Auseinandersetzungen

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Wahlen und Abstimmungen

Gambia, 4. Dezember: Allgemeine Wahlen. Rund um die Wahl ist mit spontanen und geplanten Demonstrationen zu rechnen, bei denen es zu Unruhen kommen kann, die eine Gefahr für Unbeteiligte darstellen können.

Hongkong, 19. Dezember: Wahlen zum Legislativrat. Rechnen Sie mit erhöhter Sicherheitspräsenz in der Nähe der Wahllokale. Kleine Versammlungen sind möglich, werden aber wahrscheinlich schnell aufgelöst.

Jahrestage und Feiertage (mit Potenzial für Störungen)

Indonesien, 1. Dezember: Unabhängigkeitstag von Papua/Westpapua. Am Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung Papuas ist in den Provinzen Papua und West Papua erhöhte Vorsicht geboten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Demonstrationen an diesem Tag in Gewalt ausarten, ist hoch.

Großbritannien, 3. bis 18. Dezember: Streik der Londoner U-Bahn. Es wird erwartet, dass es am 3. und 4. Dezember, am 10. und 11. Dezember sowie am 17. und 18. Dezember zu Beeinträchtigungen auf den Linien Central, Jubilee, Northern, Piccadilly und Victoria kommt, gegebenenfalls auch im Nachtverkehr.

Uganda, 4. Dezember: Tag der Korruptionsbekämpfung. Am 4. Dezember finden in der Hauptstadt Kampala Demonstrationen anlässlich des nationalen Antikorruptionstages statt. Es werden zwei Demonstrationen stattfinden, eine um 08.00 Uhr und eine weitere um 12.00 Uhr (jeweils Ortszeit). Die Protestpunkte sind der Platz der Verfassung und der Kololo Independence Grounds.

Südafrika, 5. Dezember: Gedenken an den Tod von Nelson Mandela. Gedenkveranstaltungen finden voraussichtlich in Pretoria, Johannesburg, Kapstadt und Durban statt.

Indien, 6. Dezember (Ahmedabad, Bangalore, Chennai, Delhi, Gurgaon, Hyderabad, Jamshedpur, Kolkata, Mumbai, Pune, Surat): Jahrestag des Abrisses der Babri Masjid Moschee. Anlässlich des Jahrestages der Zerstörung der Babri Masjid Moschee in Ayodhya (Bundesstaat Uttar Pradesh) sollten Reisende angesichts der erhöhten Sicherheitsmaßnahmen in verschiedenen Teilen des Landes wachsam bleiben. Die Zerstörung der Moschee an diesem Tag im Jahr 1992 durch radikale Hindu-Gruppen löste im ganzen Land hinduistisch-muslimische Unruhen aus, bei denen mehr als 2.000 Menschen getötet wurden.

Hongkong, 10. Dezember: Tag der Menschenrechte. An diesem Tag könnte es zu großen Protesten kommen, da die Demonstranten auf ihre Beschwerden im Zusammenhang mit dem Verhalten der Polizei während der Proteste gegen die Regierung seit Juni 2019 aufmerksam machen wollen.

Neukaledonien (Frankreich), 12. Dezember: Drittes Unabhängigkeitsreferendum. Während des dritten Referendums über die Unabhängigkeit von Frankreich ist mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen in dem Gebiet und insbesondere in der Hauptstadt Noumea zu rechnen.

China, 13. Dezember (Guangzhou, Nanjing, Tianjin, Yiwu): Jahrestag der japanischen Eroberung von Nanjing. Geschäftsreisende sollten Veranstaltungen zum 76. Jahrestag der japanischen Eroberung von Nanjing, Provinz Jiangsu, am 13. Dezember meiden, auch solche, die in der Nanjing Massacre Memorial Hall stattfinden.

Indonesien, 19. Dezember: Jahrestag der Operation Trikora. Es ist mit kleineren Protesten anlässlich des Jahrestages der Operation Trikora zu rechnen, einer 1961‑62 durchgeführten Militäroperation zur Eingliederung von Papua und Westpapua in Indonesien. Entsprechende Demonstrationen könnten in der Provinz Papua sowie in anderen Provinzen, einschließlich der Hauptstadt Jakarta, stattfinden.

Panama, 20. Dezember: Jahrestag der US-Invasion (1989). Es besteht ein geringes Risiko von linksradikalen/nationalistischen Angriffen auf offizielle Ziele der USA und der Regierung.

Änderungen der International SOS Risk Map für Haiti im November

Haiti, 2. November: Die Sicherheitsexperten von International SOS haben die Einstufung des Reiserisikos für die Hauptstadt Port-au-Prince von HOCH auf EXTREM angehoben, um die sich verschlechternden Risiken durch Bandenaktivitäten, einschließlich der direkten Kriminalitätsrisiken, zu berücksichtigen. Kriminelle Banden haben ihre territoriale Kontrolle und ihren Einfluss in der Stadt erheblich ausgeweitet, was zu einem kritisch hohen Maß an Kriminalität und Unsicherheit geführt hat, das sowohl Einheimische als auch Ausländer betrifft. Die Regierung ist nicht in der Lage, die Situation angesichts der gleichzeitigen politischen, wirtschaftlichen und humanitären Krisen im Land angemessen zu bewältigen. Gebiete außerhalb von Port-au-Prince sind mit einem hohen Reiserisiko behaftet. Verschieben Sie weiterhin alle Reisen nach Haiti. Mitarbeiter im Land, die nicht ausreisen können, sollten sich weiterhin so wenig wie möglich bewegen.

Die Angaben über bevorstehende Ereignisse in der Welt stammen vom medizinischen und Sicherheitsspezialisten International SOS und werden jeden Monat exklusiv für Reise vor9 zusammengestellt. Weitere Informationen in deutscher Sprache finden Sie auf der Website www.internationalsos.de.

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