Bei der gewaltigen Explosion am Freitagvormittag Ortszeit wurden die Fassade und die unteren drei Stockwerke des Fünf-Sterne-Hotels Saratoga größtenteils zerstört. Staatspräsident Díaz-Canel, der den Ort des Unglücks besuchte, erklärte, es handele sich um einen Unfall, bei dem ein Gastank explodiert sei. Einen Anschlag schloss der Politiker aus.
Die Zeitung der kubanischen kommunistischen Partei Granma berichtet, im Moment der Explosion sei das Hotel mit Flüssiggas beliefert worden. Auf Bildern war zu sehen, wie ein Tankwagen aus den Trümmern geborgen und wie neben den unteren drei Etagen des fünfstöckigen Gebäudes auch mehrere Nachbargebäude beschädigt wurden, darunter offenbar eine Kirche und das bedeutende Martí-Theater.
Das bekannte Hotel im neoklassizistischen Stil war in einem Gebäude aus dem Jahr 1880 im Jahr 1933 eröffnet worden. Wegen der Corona-Pandemie war das wenige Schritte vom Kapitol entfernt gelegene Haus seit rund zwei Jahren geschlossen. Am kommenden Dienstag sollte es wiedereröffnet werden.
